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HAFNERBACH. Vielen Menschen ist die Bestattung in der Natur eine willkommene Alternative zur konventionellen Beisetzung. Im Ruhewald Hohenegg gibt es seit drei Jahren die Möglichkeit dieser neuen Bestattungskultur.

Der gesegnete Verabschiedungsplatz im Ruhewald Foto: Franz Weingartner
  1 / 2   Der gesegnete Verabschiedungsplatz im Ruhewald Foto: Franz Weingartner

„Mittlerweile haben 55 Personen bereits ihre letzte Ruhestätte bei uns gefunden, aber auch viele junge Leute nutzen die Möglichkeit, sich einen Platz im Ruhewald zu fixieren“, erklärt Initiatorin Helga Montecuccoli. Der Ruhewald ist ein zehn Hektar großes Waldgebiet nahe der Burg Hohenegg am Südhang des Dunkelsteinerwaldes. Seit 1628 ist es im Besitz der Familie Montecuccoli.

„Für alle Konfessionen“

„Die Bestattung im Ruhewald – an Bäumen, bei Steinen oder am Waldesrand – findet im Anschluss an eine Einäscherung statt und kann individuell für alle Konfessionen würdevoll gestaltet werden“, informiert Montecuccoli. Die Asche des Verstorbenen wird in biologisch abbaubaren Urnen aus gepresster Maisstärke oder Holz bestattet. Als Motivation vieler Menschen für eine Naturbestattung nennt die Initiatorin den Gedanken, dass die Asche in den ewigen Kreislauf des Lebens aufgenommen wird. Für vor der Geburt oder kurz nach der Geburt gestorbene Kinder gibt es einen eigenen Platz, die „Sterneninsel“.


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