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HAGENBERG. Sternsinger aus ganz Österreich waren am Donnerstag, 30. Dezember, bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hofburg zu Gast. Für Oberösterreich war eine Delegation aus Hagenberg dabei. 

Hagenberger Sternsinger bei Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und seiner Gattin Doris Schmidauer Foto: Jack Haijes

Heilige Könige aus ganz Österreich haben Bundespräsidenten Van der Bellen und seiner Gattin Doris Schmidauer den Segen für das neue Jahr überbracht. Die Friedensbotschaft beinhaltet den Wunsch nach gegenseitigem Respekt, nach friedlichem Zusammenleben und Wohlergehen für alle Menschen, die hier im Land leben – ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Glaubens und ihrer sozialen Lage. 

Der königliche Empfang in der Hofburg ist eine Wertschätzung für den großartigen Einsatz bei der Sternsingeraktion. Mit den Spenden werden jährlich rund 500 Sternsinger-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt. Seit dem Jahreswechsel 1954/55 gibt es das Sternsingen der Katholischen Jungschar und in diesen 65 Jahren wurde knapp über 450 Millionen Euro ersungen.

„Nichts Wichtigeres als Frieden im Land“

Der Bundespräsident würdigte in seiner Ansprache den großartigen Einsatz der 85.000 Sternsinger: „Es gibt nichts Wichtigeres als Frieden im Land, und die Sternsinger bringen die Friedensbotschaft zu allen Menschen. Das ist ein Zeichen von Offenheit und ihr Sternsingerinnen und Sternsinger macht eurem Ruf als Botschafter der Humanität alle Ehre. Hut ab vor eurem Engagement, vor eurem Durchhaltevermögen bei jedem Wetter, vor eurem Teamgeist. Ich bedanke mich auch bei der österreichischen Bevölkerung, die ihre Geldbörsen für den guten Zweck öffnen. Damit werden wirklich hervorragende Projekte gefördert.“

Einsatz für Kinderrechte

Jakob Haijes, Vorsitzender der Katholischen Jungschar, bedankte sich beim Bundespräsidenten für die Unterstützung der Sternsingeraktion. Auch ein besonderes Anliegen der Katholischen Jungschar, der Einsatz für Kinderrechte, kam zur Sprache: „Vor 30 Jahren wurde die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen beschlossen, aber immer noch gibt es sehr viel zu tun. Wir müssen entschlossen den Kampf gegen Kinderarmut aufnehmen, weil diese das Überleben bedroht. Schule statt Kinderarbeit ist hier ein Schwerpunkt, aber auch der Zugang zu sauberem Trinkwasser und ausreichend Nahrung. Und immer dringender wird das Abwenden der Klimakatastrophe.“

Mit im Gepäck hatten die Sternsinger, wie es sich für die „Weisen aus dem Morgenland“ gehört, drei Geschenke: Einen Apfelbaum als Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung, fair gehandelte Schokolade als Symbol für sozialverträgliche und ökologische Produktion und ein Tuch aus Kenia als Signal der Verbundenheit mit Menschen in anderen Teilen der Welt.

Bis 6. Jänner unterwegs

Auch heuer werden im Zeitraum von 27. Dezember 2019 bis 6. Jänner 2020 österreichweit wieder zirka 85.000 Sternsinger aus etwa 3.000 Pfarren singend unterwegs sein – allein in Oberösterreich sind es mehr als 16.000 Mädchen und Buben sowie auch Erwachsene. Beachtlich sind die Wegstrecken, die dabei absolviert werden: Geschätzte 420.000 Kilometer legen die Sternsinger gemeinsam zurück – das entspricht in etwa einer zehnmaligen Umrundung des Erdballs.


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