Ärztin sagt Stelle in Hartkirchen ab

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Lisa Hackl Lisa Hackl, Tips Redaktion, 11.02.2020 17:59 Uhr

HARTKIRCHEN. Die von Bürgermeister Wolfram Moshammer (SPÖ) eingeleitete Arztsuche via Facebook schien erfolgreich. Doch vorerst ist nur einer der beiden Kandidaten wirklich für einen Umzug in die Gemeinde bereit. 

Sabrina Wistrela, derzeit Ärztin im Klinikum Rohrbach, bestätigt auf Tips-Nachfrage, dass sie den Posten in Hartkirchen nicht annehmen wird. „Das ging leider etwas zu früh an die Öffentlichkeit“, meint Wistrela. Sie habe in unmittelbarer Nähe zu ihrem Heimatort Aigen-Schlägl (Bezirk Rohrbach) von einer Kollegin eine Position als Kassenärztin in einer bereits bestehenden Praxis erhalten. „Diese Stelle ist mit weniger Stress verbunden und familienfreundlicher für mich“, sagt Wistrela. Deshalb habe sie ihre Bewerbung zurückgezogen. Sie betont, dass sie sich gern bei den Einwohnern der Gemeinde Hartkirchen entschuldigen möchte.

Bürgermeister enttäuscht

Bürgermeister Wolfram Moshammer zeigt sich über die neue Situation ernüchtert, möchte aber nicht aufgeben. Zurzeit gibt er keine weiteren Stellungnahmen ab, er sei aber nach wie vor mit Wistrelas Kollegen Gerhard Luegmaier und einem weiteren Arzt im Gespräch. Er werde versuchen, einen Ersatz für Wistrela zu organisieren.

Aufruf im Internet

Im November 2019 hatte sich Moshammer über die soziale Medienplattform Facebook an die Gemeindebürger gewandt. Er erklärte die prekäre Lage der Gemeinde, da die beiden Hartkirchner Ärztinnen sich dazu entschlossen, ihre Praxis nach Neukirchen am Walde zu verlegen. Im Multifunktionshaus von Raiffeisen im Ortskern sollte deshalb eine neue Ordination geschaffen werden, eine offizielle Ausschreibung blieb erfolglos. Aufgrund der Apotheke in der Nachbargemeinde Aschach sei es unmöglich eine eigene Hausapotheke zu eröffnen, was die Situation für neue Ärzte erschwere. Der offene Brief, in dem Moshammer die Bürger bittet, sich nach Ärzten umzuhören, verzeichnete 30.000 Aufrufe im Internet. Mehrere Ärzte hätten sich im Anschluss über die Stelle erkundigt, bevor zwei Kandidaten gefunden wurden. Moshammer versucht weiterhin, einen zweiten Arzt für die ab Herbst freiwerdende Kassenstelle zu organisieren.

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