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In Haslach entsteht eines der ersten Primärversorgungszentren Oberösterreichs
HASLACH. Das ehemalige Webereimuseum am Kirchenplatz bekommt eine neue Nutzung: Hier wird bis Herbst 2016 eines der ersten Primärversorgungszentren Oberösterreichs entstehen.

Solche Primärversorgungszentren (Primary Health Care – kurz: PHC) sollen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auch in Zukunft sicherstellen. Sie bringen Ärzte mit Krankenschwestern und anderen Gesundheitsberufen, wie Therapeuten, Logopäden oder Psychologen, unter einem Dach zusammen. Land OÖ, die OÖ Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer haben sich jetzt auf zwei Pilotprojekte geeinigt: In Enns und auch in Haslach werden die ersten PHC entstehen. „Wir sind froh, dass wir die Zusage bekommen haben. Aber wir haben auch gute Voraussetzungen in Haslach, um Primary Health Care effizient umsetzen zu können“, freut sich Bezirksärztevertreter Erwin Rebhandl, der als Allgemeinmediziner in Haslach tätig ist. Details werden ausgearbeitet Als erster Schritt wird jetzt vom Architekten geprüft, ob am Standort des ehemaligen Webereimuseums eine Sanierung oder Neubau am sinnvollsten ist. „Dann geht es um die Organisationsstruktur für den Betrieb und um Details zum Leistungsspektrum. Es wird also noch einige Arbeit zu leisten sein, aber der Start im Herbst 2016 ist realistisch“, informiert Rebhandl. Er selbst wird ebenfalls ins neue Gesundheitszentrum übersiedeln, für seinen Kollegen Helmut Baumgartner läuft derzeit die Suche nach einem Nachfolger. „Durch das neue Zentrum wird die Gemeinde sicher attraktiver für junge Kollegen“, ist er überzeugt. Interessierten Nutzer werden gleich in die Planung miteinbezogen. Auch die Nähe zum Krankenhaus Rohrbach wird berücksichtigt, damit Synergien genutzt werden können. Ziel ist es, ein möglichst breites Spektrum anzubieten, um die gesundheitliche Versorgungsqualität für die Bevölkerung rund um Haslach zu steigern. Bedarfsgenaue VersorgungRegionale Primärversorgungszentren (PHC) sollen der Bevölkerung eine bedarfsgenau abgestimmte Betreuung ermöglichen, indem vor Ort Ärzte, Krankenschwestern, Therapeuten und weitere Gesundheitsberufe Hand in Hand zusammenarbeiten. „Die bewährte Versorgung bleibt durch ein PHC in der Region erhalten. Die medizinische Versorgung erfolgt dort, wo auch der Patient zu Hause ist – aber neue, zeitgemäße Angebote kommen hinzu“, erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer bei der Präsentation der beiden Pilotprojekte. OÖGKK-Obmann Albert Maringer ist überzeugt: „Primärversorgungszentren ermöglichen eine flexible, rasche, sichere und bedarfsgenaue Versorgung. Sie sind ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der heimischen Gesundheitsversorgung.“Die Pilotprojekte in Haslach und Enns sind vorläufig mit einer Dauer von fünf Jahren festgesetzt. Laufend wird evaluiert, sodass erforderliche Adaptierungen und Verbesserungen zeitgerecht erfolgen können.


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