Wachkoma: Mutter und Vater kümmern sich seit 14 Jahren um Sohn
HERZOGSDORF. Ein Autounfall vor 14 Jahren änderte das Leben der Familie Scherb von einem Tag auf den anderen. Sohn Julian, heute 22, braucht seit dem schicksalshaften Tag rund um die Uhr Pflege und Unterstützung von seinen Eltern.

Julian waschen, mitten in der Nacht aufwachen, um nach ihrem Sohn zu schauen. Ihn mehrmals am Tag umbetten, um Wundliegen zu verhindern, oder den im Wachkoma befindlichen Patienten mittels einer Sonde ernähren. Für Anita und Markus Scherb Selbstverständlichkeiten, die jeden Tag erledigt werden müssen. Unterstützt wird das Ehepaar dabei von Tochter Jasmin (24) und den Großeltern. Aber auch die wenige Freizeit, die beiden bleibt, wird mit Julian verbracht. „Wir fahren mit unserem Sohn auf Urlaub oder mein Mann geht mit ihm in den Pool“, erzählt Anita Scherb, die weiters erklärt: „Ein Poollift wäre hilfreich, doch den zahlt leider keine Versicherung.“ Um zumindest ein wenig Freiraum zu haben, verbringt Julian wochentags den Vormittag in einer Einrichtung der Diakonie in Oberneukirchen.
Flexible Tätigkeit in der Region gesucht
Das sorgt auch für Abwechslung im Leben des jungen Herzogsdorfers und gäbe der Mutter die Möglichkeit einer Arbeit nachzugehen. „Ich suche eine flexible Tätigkeit in einem Büro, wenn möglich in der Region. So 20 Stunden wären ideal. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit teilweise zu Haus zu arbeiten“, erklärt die 47-jährige Scherb, die auf 32 Jahre Büroerfahrung zurückblicken kann.


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