Eine klangvolle Hommage an Udo Jürgens in der Kulturwerkstatt
HIRSCHBACH. Kaum ein deutschsprachiger Musiker kann auf eine ähnlich lange und erfolgreiche Musikkarriere zurückblicken: Udo Jürgens – eine Ikone der Unterhaltungsmusik. Seine größten Hits, seine spannendsten Geschichten, gesungen und am Klavier begleitet von Alex Parker, erzählt von Gabriela Benesch präsentiert die Kulturwerkstatt Hirschbach am Samstag, 4. Mai im Rahmen des Kulturfrühlings.

Tips: Wie kamen Sie auf die Idee, diesen Abend zu veranstalten?
Gabriela Benesch: Da gab es mehrere Wege, die mich hinführten. Zunächst meine langjährige Freundschaft mit seiner Tochter Jenny. Wir lernten uns 1993 kennen und damals begegnete ich auch Udo Jürgens zum ersten Mal. Dann die Begegnung mit Alex Parker, der den Künstler auch persönlich kannte und sich immer wieder brieflich ausgetauscht hatte. Er beschäftigt sich seit seinem 19. Lebensjahr mit Jürgens Werk und singt seit langer Zeit diese wundervollen Lieder. Und schließlich mein Lebensgefährte und unser Regisseur Erich Furrer, der uns alle kennt und meinte, diesem großartigen Künstler ein Konzert zu widmen.
Tips: Was verbinden Sie persönlich mit Udo Jürgens?
Gabriela Benesch: Ich bin in den 70er-Jahren aufgewachsen und war musikalisch zunächst ganz woanders angesiedelt. Erst viel später bin ich auf den Chansonnier aufmerksam geworden. Mit Schlager hatte seine Musik ja schon lange nichts mehr zu tun.
Tips: Herr Parker, haben Sie Udo Jürgens zu Lebzeiten auch persönlich getroffen?
Alex Parker: Ja, mehrfach. Ich habe ihm einmal nach seinem Konzert eines seiner Lieder am Flügel vorgesungen und er war ziemlich erstaunt, einen jungen Mensch von gerade einmal 19 Jahren seine Lieder interpretieren zu sehen. Das hat ihn beeindruckt. Er lud mich auf einen Drink ein und wir saßen mehrere Stunden zusammen, tauschten Adressen aus und schrieben uns daraufhin immer wieder Briefe.
Tips: Deutsche Unterhaltungsmusik, vor allem der Schlager, wird im öffentlichen Kontext oft belächelt. Woran denken Sie, liegt das?
Alex Parker: Der Hauptgrund ist die Fülle von vielen flachen Schlagertexten, die es seit jeher gab, leider auch immer noch gibt und die dem Image deutschsprachiger Musik insgesamt nicht gerade förderlich waren. Ich sehe hier aber durchaus eine positive Entwicklung: was für die Jugend bis vor kurzem als absolut unschick galt, ist seit Helene Fischer, Sarah Connor und auch Alexander Klaws wieder salonfähig, man singt endlich wieder in unserer Muttersprache.


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