Reif für die Insel
HIRSCHBACH. Das Kabarett-Trio „Kawareh“ präsentiert Anfang März ihr neues Programm „Inselhüpfen“ auf der Kleinkunstbühne Hirschbach. Tips traf sich mit den drei Komikern vor einer Probe zum Interview. von ERICH SCHACHERL

Kawareh, das sind Josef „Joe“ Müller und Guntmar „Gugu“ Müller aus Hirschbach sowie Elisabeth „Lucy“ Seidl-Kases aus Ruders. Seit dem Jahr 2010 spielen die drei Kabarett und sorgen für viel Gelächter und beste Laune bei ihrem Publikum. Nach den Programmen „Kawareh – Best of“ (2010), „s“ gaunz Guate“ (2012) und „Es war einmal der Mensch“ (2014) präsentieren sie Anfang März 2017 ihr neues Programm „Inselhüpfen“ auf der Kleinkunstbühne Hirschbach.
Tips:Worum geht es in eurem neuen Programm „Inselhüpfen“?
Joe: Es geht um Alltagssituationen in Bezug zum Urlaub. Bei der Heimfahrt nach einer Vorstellung unseres Programms „Es war einmal der Mensch“ irgendwann im Vorjahr haben wir festgestellt, jeder ist irgendwie reif für die Insel. Dann ist uns der Gedanke gekommen, da könnten wir doch ein Kabarett daraus machen. Weil Kreuzfahrten derzeit ja recht in sind, entstand so die erste Ursprungsidee, mit einem Kreuzfahrtschiff verschiedene Stationen anzufahren. Und dann ist uns der Titel eingefallen.
Gugu: Im Programm „Inselhüpfen“ dreht sich alles um das Reisen.
Tips:Was werdet ihr szenisch bieten?
Joe: Wir zeigen verschiedene Szenen, zum Beispiel wie ein altes Paar in eine Apotheke kommt, weil sie was für die Reise brauchen, es gibt eine Szene auf einem Kreuzfahrtsschiff oder Szenen auf der Insel. Und so weiter.
Tips:In welche Rollen schlüpft ihr?
Gugu: Es gibt zum Beispiel den „gscheaden Weana“, den alten Waldviertler, einen Yogatrainer, es gibt einen Animateur und noch mehr.
Tips:Wie ist „Inselhüpfen“ entstanden?
Joe: Zuerst halten wir Alltagssituationen, die jeder von uns schon erlebt hat fest, indem wir sie uns gegenseitig erzählen. Wir starten dabei ganz ähnlich, wie es jetzt gerade ist (Anmerkung: Die drei Kabarettisten und der Tips-Mitarbeiter sitzen gemütlich ein einem kleinen Lokal um einen runden Tisch und unterhalten sich). In der Tischmitte liegt ein Handy, mit dem wir unser Gespräch aufnehmen. Lucy hört sich das dann in Heimarbeit an und bringt die guten Sachen auf Papier.
Gugu: Bei unseren Zusammenkünften ist es so, dass jeder von uns seinen Gedanken freien Lauf lässt, jeder erzählt, was ihm zu dem Thema einfällt. Da passieren oft schon die lustigsten Sachen. Bei „Inselhüpfen“ haben wir natürlich einfließen lassen, was wir selbst im Urlaub erlebt haben. Wie aus dem echten Leben gegriffen.
Joe: Diese Einzelsequenzen verbinden wir dann. Natürlich dichten wir da und dort was dazu und bereiten so alles kabarettistisch auf. Aber die Grundlage sind meistens selbst erlebte Geschichten.
Gugu: Wenn die Sachen aufgeschrieben sind, ist das Programm aber noch lange nicht fertig. Dann geht es ans Proben, bei dem wir die Szenen spielen. Da merkt man gleich was gut wird oder was nicht geht. Oder was kann man da noch machen.
Joe: Auf gut Deutsch wird das Programm nicht geschrieben, sondern erspielt.
Tips:Habt ihr Platz für Spontanität und Improvisation gelassen?
Gugu: Wenn man sich ein Programm von uns am Freitag und am Samstag anschaut, wird man draufkommen, dass es nicht identisch ist.
Tips:Was kommt bei „Inselhüpfen“ auf das Publikum zu?
Gugu: Ich glaube, dass die Leute, die sich das anschauen werden bei der einen oder anderen Szene denken werden, genauso ist es, das ist mir selbst schon passiert.
Lucy: Das Programm ist wie vom Leben geschrieben!
Joe: Bei „Inselhüpfen“ wird sich auch das Publikum auf eine Reise machen.
Tips:Danke für das Gespräch und alles Gute für die Premiere.
Die Premiere von „Inselhüpfen“ wird am Freitag, 3. und Samstag, 4. März, Beginn jeweils um 20.02 Uhr auf der Kleinkunstbühne Hirschbach gespielt. Weitere Termine sind am Freitag, 17. März um 19.30 Uhr , Himmer Halle in Moorbad Harbach, am Freitag, 7. April um 20 Uhr im Pfarrsaal in Aigen, am Palmsonntag, 9. April um 19.30 Uhr im Hotel Thaya in Raabs/Thaya und am Freitag, 21. April um 20.02 Uhr im Gasthof Pichler in Vitis.


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