Westbahn-Ausbau: Bodenverbrauch muss reduziert werden
Linz-Land. Neben der regionalen Flurschutzgemeinschaft stellt sich nun auch die Landwirtschaftskammer hinter die Bauern in der Region und fordert einen Ausbau der bestehenden Westbahn-Trasse.

Wie berichtet, ist neben der Einhausung Leonding auch der Schwenk der Trasse zum Flughafen ein umstrittenes Thema. Von den ÖBB wird diese Möglichkeit immer als „zu teuer und bereits zu verbaut“ verworfen. Vor allem ein weiterer Bodenverbau ist es, den die Landwirtschaftskammer verhindern will.
„Die bestehende Westbahnstrecke von Linz nach Marchtrenk ist einer der längsten geraden Abschnitte im österreichischen Bahnnetz. Diese Trassenführung ist auch für Hochleistungszüge optimal. Es ist für die Landwirtschaftskammer OÖ völlig unverständlich, dass diese Strecke verlegt, eine Kurve hineingebaut und eines der größten noch zusammenhängenden Grünlandgebiete im Nahbereich von Linz völlig zerschnitten werden soll“, so Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Die ersten Flächenverbrauchsschätzungen im Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren gehen von 173 Hektar aus. Die ÖBB sprechen von 94.
Zu berücksichtigen sei laut Landwirtschaftskammer auch die neue Bahnschnellverbindung von Linz zum Flughafen Wien. Weiters zeige sich, dass Bahnhöfe außerhalb von Orts- oder Stadtzentren kaum angenommen werden. „Dem Thema Bodenverbrauch ist eine viel höhere Priorität einzuräumen. Wir sind der Ansicht, dass zuerst Bestehendes genutzt werden sollte, bevor unnötig neue Flächen beansprucht werden“, so Reisecker.


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