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HÖRSCHING. Norbert Draskovits führt seit Mai die Geschäfte am Linzer Flughafen. Über strategische Maßnahmen will und kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht reden. Tips hat aber ein paar für die Region relevante Fragen an den neuen Chef gestellt.

  1 / 4   Norbert Draskovits will den Linzer Flughafen zukunftsfit machen, unter anderem mit mehr Angeboten für den Winter und Alternativen zu Frankfurt für Geschäftsreisende. Foto: NIKI

Tips:Wo geht die Reise hin im Urlaubsverkehr?

Draskovits: Es ist unser Ziel, neben dem guten Sommercharterprogramm (27 Ferienflüge) auch mehr Angebote für den Winter zu generieren.

Tips:Was ist auf dem Geschäftsreisesektor und im Frachtbereich geplant?

Draskovits: Was die Geschäftsreisen betrifft, müssen wir auf jeden Fall Alternativen zu Frankfurt schaffen, angedacht sind etwa Zürich und Amsterdam. Im Frachtbereich soll das Wachstum fortgesetzt werden.

Tips:Sind Sie ein Befürworter der geplanten „Verschwenkung“ zum Flughafen, also der direkteren Anbindung des Flughafens an die Bahn?

Draskovits: Ja, die Verkehrsträger Bahn, Flugzeug, aber auch Auto und Schifffahrt müssen eng vernetzt sein.

Tips: Die Kapazitäten der Strecke werden nicht zulassen, dass wirklich schnelle Züge hier fahren und so den Flughafen für Flugpassagiere interessant machen. Kann und soll der blue danube airport in Ihrer Vision zur Nahverkehrsdrehscheibe werden und wie stellen Sie sich das vor?

Draskovits: Der Hauptgrund für die Verlegung der Trasse ist die bessere Entwicklung der kommunalen Flächen. Der Flughafen Linz wird davon aber auch passagiertechnisch profitieren, davon bin ich überzeugt.

Tips: Wie stehen Sie zu einer Belebung des Flughafens für die regionale Bevölkerung im Sinne von Gastro, Events, wie es das Sky Gourmet ja zum Teil schon macht? Soll dieser Sektor ausgebaut werden?

Draskovits: Der gesamte Flughafenkomplex dient auch der Qualitätssteigerung für die lokale Bevölkerung, Bestehendes soll weiterentwickelt werden.

Tips: Die Eigentümer haben immer wieder von einem Air-Hotel gesprochen, welches aber nie verwirklicht wurde, weil kein Investor gefunden wurde. Wollen Sie diese Pläne weiter verfolgen?

Draskovits: Für einen Airport ist ein Hotel eine sinnvolle, aber eine nicht notwendige Erweiterung. Daher muss diese Entscheidung ein Investor gemeinsam mit einem Hotelbetreiber treffen. Unsere Rolle besteht darin, den Standort und seine Attraktivität richtig zu positionieren und die notwendigen Grundstücke zu entsprechenden Konditionen zur Verfügung zu stellen.


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