Träumeland produziert jetzt auch Schutzbekleidung für Spitäler
HOFKIRCHEN. Neben Babymatratzen und Babyschlafsäcken verlässt seit einigen Tagen auch Schutzbekleidung das Träumeland-Werk in Hofkirchen. Diese wird in den oberösterreichischen Spitälern dringend benötigt.

Mehrweg-Stoffmasken, OP-Hauben und Gesichtsschutz - praktisch übers Wochenende wurde im Hofkirchner Unternehmen eine völlig neue Produktschiene erarbeitet. Wobei alles ganz klein begonnen hat: Firmenchef Hannes Nösslböck hat auf Ersuchen eines befreundeten Arztes begonnen, einen Gesichtsschutz für ihn zu produzieren. Spontan kamen weitere Anfragen und weil sich die im Betrieb verwendeten Produktionsstoffe, wie Obermaterialien und Schaumstoff perfekt für weitere Schutzmaterialien eignen, wurde das Sortiment kurzerhand erweitert.
Serienproduktion hat begonnen
„Meine Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet. Von der Produktentwicklung bis zum Materialeinkauf haben alle auf Hochdruck gearbeitet. Nach der erfolgreichen Abnahme der Produkte durch die Hygieneexperten der OÖ Gesundheitsholding wurde bereits mit der Serienproduktion begonnen“, berichtet Nösslböck. Er freut sich auch über das perfekte Netzwerk an Nähbetrieben: „Es zeigt sich jetzt, wie wichtig Regionalität auch bei den Zulieferern ist, um auch die nötigen Materialien zu bekommen.“
Zusätzlich bietet Träumeland im eigenen Webshop waschbare Mehrweg-Mund- und Nasenmasken für Erwachsene und Kinder an.
OÖ Gesundheitsholding übernimmt Beschaffung
Die OÖ Gesundheitsholding wurde vom Land OÖ mit der Beschaffung von medizinischen Verbrauchsgütern für oö. Krankenhäuser und andere Bedarfsträger beauftragt. Geschäftsführer Karl Lehner hat die Leitung der Stabsstelle Beschaffung inne und koordiniert Kauf und Logistik von OP-Masken, FFP-2-Masken, FFP-3-Masken, Schutzmäntel, Untersuchungshandschuhe, Flächendesinfektion, Handdesinfektion, Face-Shields, OP-Hauben, OP-Überschuhe, Overalls und Schutzbrillen. Das Gesamtauftragsvolumen aller Organisationen entspricht derzeit einer Höhe von knapp 54 Millionen Euro von geplanten 80 Millionen Euro. Rund die Hälfte dieses Auftragsvolumens wurde an oberösterreichische Unternehmen vergeben, unter anderem eben auch an Träumeland in Hofkirchen.


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