Caritas Besuchsdienst: Kein Mensch muss einsam und alleine sein
BEZIRK GRIESKIRCHEN. Viele ältere Menschen sind einsam, leben alleine und leiden unter Isolation. Der Ehepartner oder die Freunde sind verstorben, die Kinder wohnen weit weg. In solchen Situationen kommt der Besuchsdienst der Caritas mit Leiterin Maria Karl ins Spiel.

Wie schön ist es mit jemanden reden zu können, sich auszutauschen, jemanden zu haben, dem man sich anvertrauen kann oder auch jemanden, zum Spazierengehen oder für Kaffeehausbesuche. Ältere Menschen haben oft keine Möglichkeit mehr auf soziale Kontakte und leben alleine, sind oft traurig und unglücklich mit dieser Situation. Der Besuchsdienst der Caritas will hier helfen.
22 ehrenamtliche Mitarbeiter
Circa 22 ehrenamtliche Mitarbeiter nehmen sich für diese Menschen bewusst Zeit. Geleitet wird der Besuchsdienst seit Oktober 2019 von Maria Karl aus Hofkirchen. Für sie war es eine Gefühlsentscheidung die Nachfolge von Bernadette Humer, die in Pension ging, anzutreten. „Ich bin sehr gerne im Kontakt mit älteren Menschen und habe Freude an der Begleitung meiner Mitarbeiter“, erzählt Karl. Sie übernimmt die Organisation der Ehrenamtlichen und begleitet diese beim Erstkontakt mit den besuchten Menschen. „Dabei bekomme ich gleich einen Eindruck ob die beiden harmonieren“, meint die Besuchsdienstleiterin. Es sei laut Karl so schön zu sehen, wie die Ehrenamtlichen ihre Aufgabe wichtig nehmen. Auch sie als neue Leiterin hätte man sofort ins Herz geschlossen und wertgeschätzt, meint Karl.
Vor Einsamkeit schützen
Wie wichtig und sinnstiftend der Besuchsdienst ist, merkt Karl immer wieder bei Besuchen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und aus Schilderungen der Ehrenamtlichen. „Die Besuchten freuen sich schon immer auf die Treffen, für viele ist das der Höhepunkt der Woche“, meint Karl. Für sie selbst als Leiterin ist es wichtig, dass sie mit ihren Mitarbeitern einen Beitrag leisten kann und sich die Menschen zu Hause wohl fühlen können. Oft sei es einfach ein Gespräch, das sich die älteren Menschen wünschen. „Es ist ganz wichtig, dass die älteren Menschen vor Einsamkeit geschützt werden und alltägliche Dinge wie Einkaufen abgefedert und die Bewegung gefördert wird“, meint die Hofkirchnerin. „Man bekommt so viel Dankbarkeit von den Menschen zurück“, erzählt Karl.


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