Abkühlung hilft beim Atmen
BEZIRK HORN. Endlich lässt die Hitze etwas nach: auch eine frohe Botschaft für das Wassergetier. Die nun schon fast zwei Monate andauernde Hitzeperiode und die fehlenden Niederschläge haben zu außergewöhnlichen Temperaturen bis knapp über 30°C und teilweise extrem niedrigen Wasserständen von bis zu minus 50 Zentimeter in den niederösterreichischen Teichen geführt. Durch die hohen Temperaturen und die fehlenden Zuflüsse können dabei sehr kritische Sauerstoffversorgungssituationen für die Fische in den Teichen entstehen.

„Als Regel gilt: Generell löst sich immer weniger Sauerstoff im Wasser je wärmer dieses wird. Gleichzeitig steigt aber der Sauerstoffverbrauch der wechselwarmen Fische durch deren erhöhte Aktivität bei wärmeren Wassertemperaturen,“ so Günther Gratzl (Bundesamt für Wasserwirtschaft – Ökologische Station Waldviertel) und Leo Kirchmaier (Referent für Aquakultur und Imkerei) in ihrem Fachartikel zur aktuellen Lage in der Teichwirtschaft in Niederösterreich.
Die Experten warnen: „Es kommt dabei gehäuft zu Algenblüten und manche Teiche bilden massive Schlingpflanzenbestände aus, die dann nach dem Absterben zusätzlich noch zu verzögerten Sauerstoffproblemen in den Herbst- und Wintermonaten führen können.“
Teichwirte sind somit in ihrer alltäglichen Arbeit gefordert. Sie müssen die Zeichen eines möglichen Sauerstoffmangels lesen können und entsprechend darauf reagieren. Hier hilft es die Fütterung einzustellen und Sauerstoff mittels Wasserpumpen oder diversen Belüftern zuzuführen. Eine ständige Kontrolle der Wasserqualität ist dabei das Um und Auf. Nur so können Probleme frühzeitig erkannt und ihnen entgegengewirkt werden.


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