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Bezirk Horn. 30 Jahre nach Tschernobyl organisiert Maria Hetzer aus Krems seit 22 Jahren ein Erholungsprojekt für Kinder aus Weißrussland. Für dieses Projekt werden heuer noch dringend Gastfamilien gesucht.

  1 / 3   Gemeinsame Schifffahrt beim Aufenthalt im Jahre 2015: Maria Hetzer im blau-weiß-gestreiften T-Shirt, li. daneben der weißrussische Konsul Yaroslav Khmyl, li. daneben im gelben T-Shirt die belarussische Partnerin Olesja Domennikova

Nach wie vor leiden besonders die Kinder, die in den verstrahlten Zonen leben, am meisten unter dem Super-GAU von 1986. Dort sind die wissenschaftlichen Raten der Krebserkrankungen und Missbildungen deutlich erhöht.

Viele Familien können es sich finanziell nicht leisten, sich anderswo – in unverstrahlter Umgebung – ein neues Leben aufzubauen. Deshalb bleiben sie in ihrer Heimat und versuchen, den Kindern möglichst oft Erholung in „sauberer“ Umgebung zu ermöglichen.

Situation in den belasteten Gebieten – kaum verändert

Mehr als 75 Prozent aller Emissionen gingen nach der Katastrophe von Tschernobyl (Ukraine) auf das Gebiet der Republik Weißrussland (Belarus) nieder. Sehr viele Bewohner der Republik Belarus sind nach wie vor erhöhter Strahlung ausgesetzt. Ein Erholungsaufenthalt in unbelasteter Umgebung, bei gesunder Ernährung ist daher besonders für die Heranwachsenden sehr wertvoll.

Seit 1993 werden durch das Projekt „Erholung für Kinder aus Belarus“ pro Sommer 150-250 Kinder zum Aufenthalt nach Österreich eingeladen. Seit 22 Jahren organisiert Maria Hetzer diese erholsamen Ferien für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. Für drei Wochen werden sie dabei in Familien untergebracht und betreut: „Die Kinder sind erholungsbedürftig, aber nicht krank. Sie werden kranken- und unfallversichert sein. Besonders geeignet sind Familien, die selbst Kinder im genannten Alter haben. Aber auch „Großeltern“ können sich gerne an der Aktion beteiligen. Die Kinder sollen in der Familie mitleben können wie eigene Kinder“, gibt Hetzer Auskunft.

Sprachliche Verständigung

Alle Kinder lernen eine Fremdsprache. Die erste Fremdsprache ist auch in Belarus mittlerweile Englisch. In manchen Schulen wird aber auch Deutsch unterrichtet. „Wie bei uns ist es vom Alter des Kindes abhängig, wie gut sich ein Kind verständigen kann. Meine Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass gerade in kleinen, entlegenen Dorfschulen, die Fähigkeiten der Kinder, sich zu verständigen, sehr gering sind, auch wenn sie schon mehrere Jahre lang in der Fremdsprache unterrichtet wurden“, weiß Hetzer. Hilfreich für eine erfolgreiche Verständigung ist demnach, wenn es in der österreichischen Familie Kinder gibt. Für Kinder ist es erfahrungsgemäß ein Leichtes, sich auch ohne Sprache international miteinander zu verständigen. Mit dem Autobus gelangen die Kinder nach Österreich. Diese Fahrten bezahlt Hetzer aus eigener Tasche: „Da mir keinerlei Gelder zur Verfügung stehen, und es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, Sponsoren und Spendengelder aufzutreiben, habe ich schon vor Jahren begonnen, die Gastfamilien um Transportkostenbeiträge zu ersuchen. Alles in allem rechne ich heuer mit Kosten in der Höhe von 130 Euro pro Kind.“

In Kritzendorf, bei Klosterneuburg werden die Urlauber abzuholen und auch wieder abzuliefern sein. Genaueres zur An- und Abreise, sowie zum Aufenthalt erfahren die Gastfamilien später auf dem schriftlichen Weg.

Termin Juli

Samstag, 16.7. – Sonntag, 7.8.

Termin August

Samstag, 6.8. – Sonntag, 28.8.

www.belarus-kinder.net

Anmeldeformular „Anmeldung 2016, neu, A+B“ ausfüllen, unterschreiben und an Maria Hetzer schicken

info@belarus-kinder.net

0676/9604275 oder

02742/900515466


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