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GREILLENSTEIN/PÖLLA. Als begeisterte Theaterspieler stürzten sich die Mitglieder der jungen Landjugend Truppe aus Pölla bereits Anfang November in intensive Proben. Jetzt ist es bald soweit, die Premiere steht vor der Tür. Entspannt gaben die Laien-Darsteller Tips einen Einblick in die „Bretter, die die Welt bedeuten“.

(V.l.) vorne: Sandra Schmutzer, Katrin Allinger, Martin Endl; hinten: Daniel Kletzl, Christoph Müllner, Patrick Schmutzer, Manuel Allinger, Iris Müllner, Lena Greiml und Denise Plaim (nicht am Bild: Bernhard Plaim) Foto: LJ Pölla

Auf die Frage, wie die Jugendlichen zum Theaterspielen kamen, sind sie sich einig: „Die Landjugend spielt schon ewig Theater. Keiner von uns kann sich genau erinnern, weil das schon unsere Eltern gemacht haben. Wir haben die Tradition übernommen und es macht uns riesig Spaß. Aus der Tradition hat sich eine richtige Leidenschaft entwickelt, wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue wenn die Proben anfangen. Das zeigt sich auch darin, dass immer wieder neue Spieler zu uns stoßen, so wie heuer zum Beispiel Lena Greiml, Katrin Allinger, und unsere Souffleusen, Daniel Kletzl und Magdalena Sekyra, die auch Theaterluft schnuppern wollten.“

Bewährtes „altes Eisen“ beim Theater

Alteingesessene Darsteller wie Denise Plaim, mit satten 13 Jahren Bühnenerfahrung, Manuel Allinger (7 Jahre), Iris Müllner (9 Jahre) und Christoph Müllner, der nach ein paar Jahren Pause, heuer sein 10-jähriges Jubiläum feiert, sorgen für routinierte Abläufe und das nötige Know-How.

„Unsere Truppe hat sich im Laufe der Jahre natürlich immer wieder verändert, aber Bernhard Plaim (6 Jahre), Sandra Schmutzer (4 Jahre), Patrick Schmutzer (3 Jahre) und Martin Endl (6 Jahre) gehören schon fix und ohne Ausrede dazu. Gemeinsam sind wir ein tolles Team, das sich ergänzt, sich gegenseitig aushilft, egal ob mit Requisiten, Textproben, Bewegungstipps oder Motivationssprüchen“, so Denise Plaim.

„Um ganz ehrlich zu sein, ein paar Zigaretten und auch das eine oder andere Stamperl helfen schon sehr bevor sich der Vorhang öffnet. Ist man mal draußen, dann läuft“s.“ Zitat, Denise Plaim

Lampenfieber begleitet die Spieler stetig: „Jeder von uns kennt es, egal wie oft er spielt. Manche müssen richtig rausgestoßen werden, weil sie sich sonst keinen Millimeter bewegen. Um ganz ehrlich zu sein, ein paar Zigaretten und auch das eine oder andere Stamperl helfen schon sehr, bevor sich der Vorhang öffnet. Ist man mal draußen, dann läuft“s – aber das erste Mal ist immer wieder eine neue schöne Überwindung.“ Schmunzelnd geben die sympathischen Hobby-Schauspieler zu: „Außerdem haben wir noch zehn Theaterhefte, die hinter der Bühne jederzeit bereit liegen, und zwei Souffleusen, die uns immer aushelfen können.“

Interessant sei auch anzuschauen, dass einige vor der Vorstellung noch Ruhe brauchen um den Text durchzugehen, andere dagegen mit Hetz und Gaudi nach Gesellschaft suchen.

Denise Plaim findet Worte des Lobes für ihre Kollegen: „Zehn Leute mit den verschiedensten Interessen alle auf eine Probe zu bekommen, funktioniert bei uns sehr gut. Alle bemühen sich wirklich, auch nach einem anstrengenden Tag zu kommen. Da muss ich wirklich Danke sagen, die Leute sind echt toll. Es kann auch schon mal passieren, dass der eine oder andere grantig ist. Spätestens nach einem Fauxpas auf der Bühne ist die Stimmung aber wieder gelockert und es läuft. Da hilft man sich gegenseitig aus dem Tief – das ist echt toll.“

Ein Glaserl in Ehren

Bei den Proben gibt es immer wieder Szenen, die – egal wie unlustig sie sind – bei den Akteuren trotz allem stetig für Lachkrämpfe sorgen. „Auch nachdem man das Stück schon gefühlte 100mal gehört und 100mal durchgeprobt hat: gewisse Einsätze bleiben einfach nicht hängen – und dann helfen schon mal andere Spieler aus, die, wie es scheint, von jedem den Text können“, erzählen die LJ-Mitglieder lachend, „wir haben auch gelernt, dass wir nur noch Pizza ohne Knoblauch bestellen. Das war nicht sehr vorteilhaft für Szenen bei denen man sich näher kommt.“

Der Zusammenhalt ist deutlich zu spüren: „Da wir wirklich gute Freunde sind, kann es auch mal passieren, dass eine Probe bis Sonntag Mitternacht dauert, weil man dann bei einem Spritzer oder einem Bier „picken bleibt“ und einfach nur mal zusammensitzt.“

Ein Teil der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden wie jedes Jahr gespendet.

Termine

Freitag, 17. März 20 Uhr

Samstag, 18. März 20 Uhr

Sonntag, 19. März 14 Uhr

Freitag, 24. März 20 Uhr

Samstag, 25. März 20 Uhr

Sonntag, 26. März 14 Uhr

Preise

Erwachsene: 6 Euro

Kinder bis 14 Jahre: 3 Euro

Spielort

Schlosstaverne in Greillenstein

Um Reservierung wird gebeten Denise 0664/75101569


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