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Todesfall in der Horner Kaserne: Ermittlungen laufen weiterhin

Olivia Lentschig, 24.08.2017 14:33

HORN. Der tragische Todesfall eines Rekruten der Horner Kaserne bewegt nach wie vor die Gemüter. Laut Staatsanwaltschaft Krems an der Donau sind bei der Obduktion die Keime Haemophilus influenzae und Streptococcus pneumoniae festgestellt worden. Der 19-Jährige hatte demnach einen akuten Infekt.

Der Rekrut der Garde war nach einem Marsch bei sengender Hitze verstorben. Symbolfoto: Vowe
Der Rekrut der Garde war nach einem Marsch bei sengender Hitze verstorben. Symbolfoto: Vowe

Eine Einschwemmung der Keime ins Blut bewirkte offensichtlich das hohe Fieber und führte zu einer Sepsis. Diese Form der Erkrankung ist extrem selten.

Forderung nach genauesten Überprüfungen

„Völlige Transparenz und lückenlose Aufklärung sind oberstes Gebot“, betont SP-Verteidigungsminster Hans Peter Doskozil, „darüber hinaus wird eine Sonderkommission die Überprüfung sämtlicher relevanter Ausbildungsvorschriften vornehmen, um Defizite zu eruieren und Verbesserungen umzusetzen. „

Seitens des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport heißt es auf Nachfrage von Tips: „Das Bundesheer bedauert und betrauert den Tod eines Soldaten. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil hat den Salzburger Gerichtspräsidenten Hans Rathgeb gebeten, die Untersuchungskommission zu leiten.“ Oberst Michael Bauer, Sprecher des Ministeriums, bekräftigt weiter: „Wir setzen alles daran, aufzuklären und transparent zu machen, was zum Tod unseres Kameraden geführt hat.“


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