Von veganer Wolle und was UFO‘s mit Nadel und Faden zu tun haben
SIGMUNDSHERBERG. Mit viel Liebe und großem Erfahrungsschatz vermittelt Birgit Pollak ab sofort in ihrem „Maschenraum“ traditionelle Handarbeitstechniken an Groß und Klein.

Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: neben der Weitergabe von wichtigem Kulturgut, das im Zuge der Industrialisierung und des vermehrten Medienkonsums immer mehr in den Hintergrund getreten ist, will die talentierte Handarbeiterin mit ihrem Strick- und Häkeltreff auch einen Ausgleich zur Hektik des Alltags schaffen. „Handarbeiten ist beinahe eine Therapieform. Es entspannt und erfüllt, die Alltagssorgen verlieren an Stellenwert und man kann sich ganz seiner Kreativität hingeben“, schwärmt die Sigmundsherbergerin.
Die großzügigen, hellen Räume in der Gartenstadt 8 bieten sich für die Treffen von Wollliebhabern perfekt an. Egal ob Anfänger oder Könner, Frauen oder Männer, Kinder oder Erwachsene - hier ist ein Ort der Begegnung geschaffen worden, der es den Teilnehmern ermöglicht, sich in ungestörter Atmosphäre auszutauschen und eigene Projekte weiterzuentwickeln.
Fachkundig begleitet die Gastgeberin bei Bedarf die Herstellung der kreativen Stücke, auch ist es möglich direkt vor Ort Wolle kleiner Manufakturen zu erwerben oder sich Ideen aus den zahlreichen professionellen Handarbeitsheften zu holen, die zur Durchsicht bereit liegen.
„Weg vom Schema „Jeder trägt das Gleiche“- mit eigenen Kreationen kann man so viel ausdrücken.“ Zitat, Birgit Pollak
„Besonders spannend finde ich die neue Entwicklung von veganer Wolle aus Mais, Brennnessel und Kork“, gibt Birgit Pollak bereits erste Überlegungen zu speziellen Workshops bekannt.
Der Tag der offen Tür am Montag, 12. November stand ganz im Zeichen der „UFO“s“. „Das ist ein gängiger Begriff für unfertigen Objekte“, schmunzelt die gelernte Montessori-Pädagogin erklärend. „Nahezu jeder, dem ich von meinem Vorhaben erzählt habe, hat sofort gemeint „das ist ja eine tolle Idee - da komm ich dann mit dem einen Stück zu dir, das schon so lange herumliegt“ - genau das möchte ich damit bezwecken. Der Maschenraum soll als Ort dienen, an dem jeder seinen Weg zu seinem Werkstück in seinem individuellen Tempo geht.“


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