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ST.BERNHARD-FRAUENHOFEN. Im Mai 2015 hat die Aktion „Natur im Garten“ eine Maßnahme - das Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide für öffentliche Grünflächen - ins Leben gerufen. 164 Gemeinden sind diesem Aufruf gefolgt. Darunter auch die Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen.

(V.l.) Karl Gabler, VP-Bürgermeister der Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen und Wolfgang Sobotka, Initiator der Aktion „Natur im Garten“ und Landeshauptmann-Stellvertreter (VP) Foto: NLK Filzwieser

Seit über 15 Jahren setzt sich die Aktion „Natur im Garten“ für die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen ein. Ein wichtiges Kriterium ist neben dem Verzicht auf Torf und chemisch-synthetischen Dünger - der Verzicht auf Pestizide. Diese gelangen durch Auswaschung und Versickerung in den Boden, in Gewässer, in Flüsse und Seen. Eine Studie der WHO (World Health Organization) zeigt die potentielle Gefährlichkeit eines der bekanntesten Pestizid-Wirkstoffen, dem Glyphosat, auf. Darum wurde das „Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide“ ins Leben gerufen.

„Der öffentliche Grünraum in den Gemeinden ist Treffpunkt, Aufenthaltsort und Erholungsraum für die Bürger. Bis dato haben 164 Niederösterreichische Gemeinden das Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide in öffentlichen Grünräumen, wie Straßenbegleitgrün, Kinderspielplätze und Parks unterzeichnet. Wir freuen uns, dass die Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen entsprechende naturnahe Maßnahmen setzt und auf Pestizide verzichtet“ erklärt Initiator der Aktion „Natur im Garten“ und VP-Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka und gratuliert den Gemeinde-Vertretern.

Einen weiteren Schritt können Gemeinden anhand eines Gemeinderatsbeschlusses setzen und darin festlegen, bei ihren Gemeindegrünflächen auf Torf, Pestizide und chemisch-synthetische Dünger zu verzichten. „Aktuell pflegen 38 Niederösterreich-Gemeinden ihre Grünräume nach den Kriterien der Aktion „Natur im Garten“. Diese bietet unterstützend Informationsmaterialen und ist zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen rund um Garten und Grünraume“, ergänzt Sobotka.

Die Aktion konnte im Jahr 2015 neben dem Zuwachs bei den Gemeinden weitere positive Erfolge verzeichnen: über 13.800 private Gartenbesitzer haben eine „Natur im Garten“ Plakette, rund 15.000 Personen nahmen persönliche Beratungen in Anspruch oder besuchten Workshops und Vorträge von „Natur im Garten“ auf der GARTEN TULLN oder in den fünf Regionen Niederösterreichs. Rund 120.900 Haushalte erhielten das „Natur im Garten“ Magazin.


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