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Silvia Moser: Schwarz-Blaue Sparpolitik auf Kosten der finanziell schwachen Menschen im Wald- und Mostviertel

Olivia Lentschig, 22.11.2018 08:00

WALDVIERTEL. Auf Grund geringerer Mittel für das AMS Niederösterreich und damit verbundener Kürzungen der Personalförderungen für die Sozialmärkte gibt es erste spürbare Einschnitte. U.a. wird das mobile Angebot, das sind Märkte auf Rädern mit Haltestellen im Most- und Waldviertel, eingestellt. Die Landtagsabgeordnete und Sozialsprecherin der Grünen Silvia Moser machte bereits im Sommer auf die Problematik der soogut-Sozialmärkte aufmerksam.

Silvia Moser, Sozialsprecherin der Grünen NÖ kritisiert Auswirkungen des Sparkurses der Bundespolitik auf Sozialmärkte in Niederösterreich Foto: Die Grünen NÖ

„Die Einstellung der mobilen Märkte ist für die Menschen in den ländlichen Regionen sehr bitter. Auch wenn das Geschäft in Heidenreichstein erhalten bleibt, ist es völlig unrealistisch, dass die Menschen aus dem gesamten Waldviertel dorthin einlaufen fahren. Dafür sind die Entfernungen einfach zu groß, die öffentlichen Verkehrsmittel zu rar und zu teuer. Da zahlt sich das Einkaufen im Sozialmarkt nicht mehr aus.“, sagt Silvia Moser (Grünen). Allein im Waldviertel werden derzeit 17 Gemeinden von Litschau über Gars am Kamp bis Groß Gerungs wöchentlich von den mobilen soogut-Märkten angefahren und damit vielen finanziell schwachen Menschen ein günstiger Lebensmitteleinkauf ermöglicht.

„Ein weiterer wichtiger Aspekt der soogut-Initiative ist die Verwertung von Lebensmitteln, die zum Beispiel wegen Verpackungsschäden oder Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums im Müll landen würden. Die Märkte leisten einen wichtigen Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren hochwertigen Lebensmitteln. Weniger Kundschaft bedeutet, dass wieder mehr Lebensmittel im Müll landen“, bedauert Silvia Moser.


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