Interview mit Inzersdorfs Bürgermeister Bernhard Winkler-Ebner
INZERSDORF. Bürgermeister Bernhard Winkler-Ebner wirft im Gespräch einen Blick zurück auf das alte Jahr und spricht über künftige Ziele, Sorgen und Wünsche.

Tips:Herr Bürgermeister, wenn Sie auf das vergangene Jahr zurückblicken – was hat sich 2019 in Inzersdorf getan?
Bernhard Winkler-Ebner: Zum einen ist der Gewerbepark weiter gewachsen. Die Firma Rinnerberger hat im Jänner 2019 eröffnet, auch die Firma Brandt hat erweitert und die Firma Waser hat zu bauen begonnen, der Einzug ist im Herbst dieses Jahres geplant. Gefeiert wurde die Erbhof-Auszeichnung der Familie Reingruber durch den Landeshauptmannn. Wir haben die Altstoffsammelinsel zum Bauhof verlegt und auch im Gemeindeamt hat sich etwas getan: Seit 1. Juni ist Andrea Pöllhuber die neue Amtsleiterin.
Tips:Welche Vorhaben werden Inzersdorf in den kommenden Jahren beschäftigen?
Winkler-Ebner: Nach den hektischen Jahren, in denen das Gemeindeamt umgebaut und der Ortskern neugestaltet wurde, erwarten uns Jahre der Konsolidierung – große Infrastrukturprojekte stehen nicht an. Ein Bereich ist aber das altersgerechte Wohnen. Noch heuer soll mit dem Bau von zwölf zentrumsnahen und barrierefreien Wohnungen, die gut an den öffentlichen Verkehr angebunden sind, begonnen werden. Außerdem entstehen 18 Doppelhaus-Einheiten.
Tips:Was braucht Inzersdorf, um für junge Menschen und Familien attraktiv zu sein?
Winkler-Ebner: Wir haben bereits einen sehr guten Status quo. Der Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer reiht uns unter die Top-4-Gemeinden im Bezirk, was die Kinderbetreuung anbelangt. Hinzu kommt die Lage in einer ländlichen Umgebung bei gleichzeitig sehr kurzen Wegen in die städtischen Zentren. Verbessern können wir uns, was die Betriebsansiedelungen und den Wohnungsbau anbelangt – hier wollen wir weiter wachsen.
Tips:Was bereitet kleinen Gemeinden wie Inzersdorf am meisten Sorgen?
Winkler-Ebner: Das Geld. Der Verteilungsschlüssel der Ertragsanteile der Bundeseinnahmen ist für Gemeinden mit geringer Einwohnerzahl ungünstig. Aber wir hoffen, dass wir heuer einen ausgeglichenen Haushalt schaffen und wir sind auf dem besten Weg dorthin.


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