Millionen-Deal in Kilb: Gemeinde kauft 32 Hektar Grund

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Margareta Pittl Online Redaktion, 10.10.2019 14:13 Uhr

KILB. „Wir hatten eine einmalige Chance, die wir genutzt haben“, verkündete Kilbs VP-Bürgermeister Manfred Roitner vor versammelter Presse. Die Gemeinde erzielte mit der einstigen Schlossherren-Familie Friedel-Klarenberg eine historische Einigung. Rund um das Ortszentrum wird Kilb rund 32 Hektar Fläche um 2,86 Millionen Euro erwerben.

Seit dem Frühjahr habe es immer wieder Gespräche mit dem Grundbesitzer Hans Moritz Friedel-Klarenberg gegeben, blickte VP-Bürgermeister Manfred Roitner bei einem Pressegespräch zurück. Familie Friedel-Klarenberg war einst im Besitz des Schlosses Grünbühel und ist nach wie vor Eigentümer vieler Grundstücke in Kilb. Nun handelten Gemeinde und Friedel-Klarenberg einen Millionen-Deal aus, der eine neue Ära in pucto Ortsentwicklung einläutet. Kilb wird der Familie eine Fläche von rund 32 Hektar abkaufen. 2,86 Millionen Euro muss die Gemeinde dafür auf den Tisch legen. 

Die Pläne

Mit den erworbenen Grundstücken will die Gemeinde zum einen ein 31.000 Quadratmeter großes Betriebsgebiet entstehen lassen. Interessenten, die sich ansiedeln möchten, gebe es bereits, so Roitner. Zum anderen sollen 52.000 Quadratmeter als Wohnbauland genutzt werden. Zwischen 49.000 und 89.000 Quadratmeter Fläche werden der Gemeinde als Tauschgrundstücke dienen. Rund die Hälfte der angekauften Fläche, zwischen 15 und 19 Hektar, wird man landwirtschaftlichen Betrieben zum Kauf anbieten. 

Der Vertrag

Einen Optionsvertrag unterzeichneten Gemeinde und Friedel-Klarenberg bereits. Er läuft am 30. Juni 2020 aus. Bis dahin will die Gemeinde Käufer für die landwirtschaftlichen Flächen finden und die Pläne für das Betriebsgebiet konkretisieren. Möglicherweise kann bereits im Herbst 2020 mit der Aufschließung begonnen werden. Was die Aufschließung des Wohnbaulands betrifft, will Kilb, da daran derzeit noch kein akuter Bedarf besteht, noch rund fünf Jahre warten.  

Die Beschlüsse

Die Beschlüsse im Gemeinderat für den Mammutkauf seien einstimmig gefallen, erklärte Roitner. Das betonte auch SP-Gemeinderätin Johanna Karlinger, sie freue sich über die parteiübergreifende Einigkeit. Auch die sehr konstruktiven und fairen Verhandlungen mit dem Verkäufer Hans Moritz Friedel-Klarenberg lobten die Gemeindevertreter einhellig. Gestemmt werden die 2,86 Millionen Euro Kaufpreis mit einem Darlehen und mit Geldern aus Grundstücksverkäufen.

 

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