LEADER-Versammlung in Kirchberg/Pielach: 20 Projekte – 1,1 Millionen Euro Förderung
KIRCHBERG/PIELACH. Eine erfreuliche Bilanz zog die LEADER-Region Mostviertel-Mitte bei ihrer elften Mitgliederversammlung in Kirchberg an der Pielach. 20 Projekte wurden in der aktuellen Förderperiode seit 2015 bei LEADER eingereicht, die meisten davon sind schon in Umsetzung, drei bereits abgeschlossen. Für diese 20 Projekte wurden LEADER-Fördermittel in der Höhe von 1,1 Millionen Euro freigegeben. Weitere 1,7 Millionen Euro können bis 2020 noch abgeholt werden.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste betonte LEADER-Obmann Anton Gonaus (Bürgermeister von Kirchberg/Pielach) die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Gemeinden im ländlichen Raum. „Die Kommunen und Regionen sind aufgerufen, nicht nur zu verwalten, sondern auch zu entwickeln. Das LEADER-Programm ist ein ideales Werkzeug dafür. Es unterstützt den Bottom-up-Ansatz und stellt Fördergelder für innovative Projekte zur Verfügung. Diese Chance gilt es zu nutzen“, unterstrich Gonaus.
Sozialfestival, Obstbaumpflanzaktion & Co
LEADER-Geschäftsführerin Petra Scholze-Simmel berichtete von den Projekten, die die LEADER-Region in den vergangenen Jahren als Projektträgerin oder Kooperationspartnerin abgewickelt hat. Dazu gehören die Klima- und Energiemodellregion, das „Tu was, dann tut sich was“-Sozialfestival, die Obstbaumpflanzaktion und aktuell die Gemeinsame Wohnstandortvermarktung. „Unter www.mitten-im-mostviertel.at vermarkten 14 Gemeinden gemeinsam ihre freien Immobilien“, informierte Scholze-Simmel.
Konsumdruck versus Schätze der Heimatregion
Den Ausführungen von Scholze-Simmel folgte ein Gastreferat des Landwirtes, Bürgermeisters und Landesbediensteten Josef Guggenberger aus Salzburg. In seinem Referat beschrieb er aktuelle Entwicklungen in der globalisierten Gesellschaft unter dem Diktat der freien Marktwirtschaft. Er rief dazu auf, sich bewusst zu machen mit welchen enormen Werbebudgets uns tagtäglich eingetrichtert wird, was wir noch nicht haben und wo wir noch nicht waren. Diesem Konsumdruck würden immer öfter Familie, Freizeit und Gesundheit geopfert. „Dies soll uns ein weiterer Ansporn sein, uns auf die Schätze der eigenen Region und der Menschen, die hier leben zu besinnen und das eigene Lebensumfeld lebenswert zu gestalten“, ist Guggenberger überzeugt.


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