Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KIRCHBERG. Es ist wahrlich kein normaler Maibaum, der da in Kirchberg aufgestellt wurde: Geschmückt ist er nämlich mit 1.000 PET-Flaschen, kaputten Reifen, CDs und einem alten Fahrrad – um ein Zeichen für den weltweit großen Ressourcenverbrauch zu setzen.

Der wohl erste Müll-Maibaum steht auf dem Kirchberger Ortsplatz. Foto: Radclub Kirchberg
  1 / 7   Der wohl erste Müll-Maibaum steht auf dem Kirchberger Ortsplatz. Foto: Radclub Kirchberg

Die prekäre Borkenkäfer-Situation im Vorjahr, bei der insgesamt ein Drittel des Fichtenbestands der Gemeinde Kirchberg gefällt werden musste, gab den Anstoß für die heurige Umweltaktion zum Maibeginn. Radclub-Obmann Horst Kaindlbinder und sein Team haben sich intensiv Gedanken gedacht, wie man das Maibaum-Aufstellen mit dem Umweltgedanken plakativ kombinieren kann. So entstand die Idee, anstatt eines klassischen, gesunden Baumes einen Käfer-Baum zu verwenden. In logischer Konsequenz wurde er nicht mit Fichtenkränzen behangen, sondern vom Radclub und den Volksschülern mit PET-Flaschen aufgeputzt. „Weithin sichtbar soll so ein Symbol für den großen Ressourcenverbrauch und die Sorglosigkeit der Menschen mit der Umwelt entstehen“, erklärt Horst Kaindlbinder.

Eine Plastikflasche je Einwohner

Nicht zufällig kommen 1.000 PET-Flaschen zum Einsatz: Diese entsprechen der Anzahl der Einwohner von Kirchberg. Würde jeder Kirchberger nur eine Flasche pro Monat vermeiden, so käme man auf diese Menge.

Bürgermeister Franz Hofer, der auch Bezirksobmann des Abfallverbandes ist, ergänzt: „Diese Aktion soll dazu beitragen, auf ein leider brandaktuelles und ernstes Thema hinzuweisen und die Bevölkerung zum Nachdenken animieren. Denn Umweltschutz geht uns alle an. Jeder Einzelne kann durch gezielte Vermeidung einen Beitrag zu Gesundheit und Umweltschutz leisten.“ Der Plastik-Themenbaum in Kirchberg kann noch den ganzen Mai besichtigt werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden