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Kirchberg-Thening. Ungewiss ist die Zukunft der vier Kamele, die vor gut einem Jahr in der Ortschaft Thürnau eingezogen sind. Es gab Anzeigen wegen Geruchs-, Lärm- und Staubbelästigung. Auch einen Abrissbescheid für den Unterstand der Tiere haben die Besitzer schon erhalten.

Markus Koplmüller hofft, dass er seine Kamele behalten darf.
Markus Koplmüller hofft, dass er seine Kamele behalten darf.

„Wir sind gegen den Abrissbescheid in Berufung gegangen und hoffen auf eine positive Lösung“, sagt Tierhalter Markus Koplmüller.

Es sei ein einziger Nachbar, der sich durch die Tiere gestört fühle. „Von den anderen bekommen wir sehr viel Unterstützung und positives Feedback. Aber es genügt ein Kläger, um uns das Leben schwer zu machen.“

Laut Franz Schwarzenberger, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Linz-Land und Rechtsexperte, hat Koplmüller zwei Möglichkeiten: „Entweder er kann nachweisen, dass die Kamelhaltung für seinen landwirtschaftlichen Betrieb wirtschaftlich notwendig ist, also dass er damit wirklich so viel verdient, dass das auch wirtschaftlich ist. Oder aber die Gemeinde ist bereit, das Grünland mit der „Sonderwidmung Sport- und Freizeittierhaltung“ zu versehen.“

Denn derzeit hat das Areal neben der LILO-Haltestelle, wo Pascal, Sissi, Ilse und Flauschi ihr Dasein fristen, die Widmung „Grünland“. Und hier darf kein Bauwerk errichtet werden, auch nicht ein einfacher Unterstand.

„Und wenn wir den Unterstand abreißen, kommt der Amtstierarzt und nimmt uns aus Tierschutzgründen die Tiere weg. Das ist schon grotesk“, so Koplmüller.

Mit den vier Kamelen leben derzeit auch noch fünf Lamas in der Thürnau. Diese gelten übrigens gesichert als landwirtschaftliche Nutztiere. Bei den Kamelen konnte das nicht einmal Rechtsexperte Franz Schwarzenberger von der Landwirtschaftskammer mit Sicherheit sagen.

Bürgermeister Dietmar Kapsamer darf dazu, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, derzeit keine Auskunft geben.


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