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BEZIRK KIRCHDORF. Seit Dienstag, 8. Jänner, sind die Feuerwehren des Bezirks Kirchdorf im Katastropheneinsatz Schneedruck.

Foto: Bezirksfeuerwehrkommando Kirchdorf
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Vor allem in den Gemeinden Rosenau am Hengstpaß, Spital am Pyhrn und Windischgarsten spitzte sich die Situation durch den enormen Schneefall zu. Aufgrund der zu erwartenden Schneemengen wurde von Peter Auerbach (SPÖ), Bürgermeister der Gemeinde Rosenau, am Dienstag, 8. Jänner, die Feuerwehr alarmiert und infolge der Katastrophenzustand ausgerufen. Kräfte der Feuerwehren wurden über die Katastrophenzüge (F-Kat) des Bezirkes Kirchdorf angefordert. In den Gemeinden Spital am Pyhrn und Windischgarsten herrschte zu dieser Zeit eine ähnliche Lage und weitere Kräfte mussten alarmiert werden.

Einsatzgebiet Rosenau am Hengstpaß

Am 10. Jänner wurden 81 Kräfte mit 10 Fahrzeugen über den Katastrophenzug des Bezirkes Kirchdorf entsendet. Aufgrund der immer schlechter werdenden Witterung wurden am 11. Jänner weitere Kräfte dazu eingesetzt. Hier wurden 200 Kräfte der Feuerwehren des Bezirkes Kirchdorf und über den Katastrophenschutzzug Steyr-Land, 80 Bundesheer Soldaten und 46 Polizei-Schüler eingesetzt.

Personal laufend aufgestockt

Am 12. Jänner wurde das Personal der Feuerwehren auf 320 Kräfte mit 46 Fahrzeugen über Katastrophenzüge des Bezirkes Kirchdorf, Steyr-Land, Eferding und einzelnen Feuerwehren aus Kirchdorf verstärkt. Weiters wurden 80 Bundesheer Soldaten und 50 Polizeischüler wiedereingesetzt.

Am 13. Jänner konnte das Personal der Feuerwehren nochmals auf 379 Mann mit 56 Fahrzeugen aus den Katastrophenzügen Kirchdorf, Steyr-Land, Eferding und einzelnen Feuerwehren aus Kirchdorf aufgestockt werden. Weiters wurden 80 Bundesheer Soldaten, 50 Polizeischüler und 11 Bergretter aus Molln wiedereingesetzt. Spezialgeräte (4-Achsladekran PK85000 und ein 3-Achsladekran PK29000) der Firma Bernegger GmbH aus Molln wurden angefordert.

In sechs Tagen 140 Einsatzstellen bewältigt

Insgesamt wurden bis zum 13. Jänner 140 Einsatzstellen bewältigt. Die Aufgaben der Feuerwehr beschränkten sich auf das Abschaufeln von Hausdächern, Freischneiden von Verkehrswegen (umgefallene Bäume), Sicherung diverser Einsatzkräfte durch Höhenretter und der Bergrettung. In einem holzverarbeitenden Betrieb in Rosenau stürzte ein Hallenteil ein und musste aufgrund der Gefährdung für die Einsatzkräfte aufgegeben werden. Der Großteil der Firma konnte gerettet werden.

Größere Schäden konnten verhindert werden

Aufgrund des gut funktionierenden flächendeckenden Feuerwehrsystems in Oberösterreich konnte durch die rasche und unkomplizierte Alarmierung der Einsatzkräfte größere Schäden verhindert werden. Vor allem das Stützpunktsystem mit Hubrettungsfahrzeugen, LKW mit Ladekränen, der Kranfahrzeuge (Autokran), der Höhenretter aus den Bezirken Linz-Land, Berufsfeuerwehr Linz, Wels-Land, Kirchdorf, Urfahrumgebung, Eferding, Steyr-Land und Steyr Stadt hat sich in diesem Fall mehr als bewährt.

Dank an alle Helfer

„Ein großer Dank gebührt den Soldaten des Bundesheeres, der Polizeischüler, der Bergrettung, dem Roten Kreuz und vielen Gewerbebetrieben aus der Umgebung für die Hilfe. Übermenschliches leisteten die Partnerinnen der Feuerwehrmänner, zahlreiche Gemeindebürger und Funktionäre der Gemeinden, die die Verpflegung für die Einsatzkräfte organisierten“, bedankt sich Bezirksfeuerwehrkommandant  Helmut Berc. 

Einsatzgebiet Windischgarsten

9. Jänner: Mannschaft: 25, Fahrzeuge: 5, Dächer von Schnee befreit: 4, drei Einsätze Freimachen von Verkehrswegen (Bäume über Straße)

10. Jänner: Mannschaft: 21, Fahrzeuge: 5, Dächer von Schnee befreit: 3 (2 landwirtschaftliche Objekte), drei Einsätze Freimachen von Verkehrswegen (Bäume über Straße), ein Brand elektrische Anlagen (Baum in Hochspannungsleitung)

11. Jänner: Mannschaft: 23, Fahrzeuge: 5, Dächer von Schnee befreit: 9 (2 landwirtschaftliche Objekte), zwei Einsätze Freimachen von Verkehrswegen (Bäume über Straße), ein Verkehrsunfall auf der A9 Pyhrnautobahn Richtung Voralpenkreuz

12. Jänner: Mannschaft: 18, Fahrzeuge: 5, Dächer von Schnee befreit: 15 (4 landwirtschaftliche Objekte)

13. Jänner: Mannschaft FF Windischgarsten: 17, FKAT Zug WL 81 Mann, FF Windischgarsten Fahrzeuge: 5, FKAT Zug WL: 14 Fahrzeuge (ein Kran, ein TMB), Dächer von Schnee befreit: 21 (3 landwirtschaftliche Objekte, 3 Schulgebäude, 2 Gasthöfe, 13 Privatgebäude)

Einsatzgebiet Spital am Pyhrn

8. Jänner: 1 Objekt Wurzeralm, 2 Feuerwehren mit 30 Mann und 8 Fahrzeugen

9. Jänner: 4 Objekte (Thermowhite, SPK, MARK SAL Gebäude, Wohnhaus), 3 Feuerwehren mit 35 Mann und 9 Fahrzeugen

10. Jänner: 30 Objekte, 120 Feuerwehrkräfte mit 18 Fahrzeugen, 60 Kräfte vom Bundesheer

11. Jänner: 31 Objekte, 194 Feuerwehrkräfte mit 31 Fahrzeugen, 60 Kräfte vom Bundesheer

12. Jänner: 36 Objekte, 199 Feuerwehrkräfte mit 34 Fahrzeugen

13. Jänner: 13 Objekte (Stand 11.30 Uhr): 54 Feuerwehrkräften mit 11 Fahrzeugen

Einsatz am 14. Jänner fortgesetzt

Der Einsatz wird noch am Montag, 14. Jänner, im Bereich Rosenau am Hengstpaß, Spital am Pyhrn und Windischgarsten mit Katastrophenschutz-Zügen der Feuerwehren aus den Bezirken Kirchdorf, Eferding und Wels-Land, dem Bundesheer und den Polizeischülern fortgesetzt.


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