Warnung vor Cybertrading: 59-Jährige überwies mehrere hunderttausend Euro an Betrüger

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Susanne Winter, MA Tips Redaktion Susanne Winter, MA, 27.01.2022 08:39 Uhr

BEZIRK KIRCHDORF. Im Glauben einer Investition überwies eine 59-jährige Frau aus dem Bezirk Kirchdorf mehrere unterschiedlich hohe Geldbeträge an Betrüger.

Ein bislang unbekannter Täter – alias Alicya Russo – nahm, laut Polizei, im Zeitraum von 15. September 2021 bis 4. Jänner 2022 telefonisch unter der Nummer +46114420817 Kontakt zu einer 59-jährigen Frau aus dem Bezirk Kirchdorf auf und verleitete diese im Glauben einer Investition mittels Kryptowährung durch Täuschung falscher Tatsachen zur Überweisung von unterschiedlich hohen Geldbeträgen an die Bankkonten EE64 7777 00001709 2115 und LT35 3780 0000 1656 5662.

Vierzehn Überweisungsvorgänge

Während der vierzehn getätigten Überweisungsvorgänge über ihr Smartphone, habe der unbekannte Täter im Wissen der Geschädigten, mittels Fernwartungs-Software „AnyDesk“ die genannten Bankkontennummern eingefügt. In weiterer Folge sei die Überweisung durch die 59-Jährige durchgeführt worden. Daraufhin habe der unbekannte Täter die Geldbeträge auf ein Krypto-Konto überwiesen, bei welchem die Geschädigte keinen Zugriff gehabt habe (sie habe lediglich „Überweisungsbestätigungen“ von der E-Mail Adresse hello@crypto.com erhalten). Als die 59-Jährige die Auszahlung des Geldes gefordert habe, sei ihr mitgeteilt worden, dass sie dafür abermals Geldbeträge überweisen müsse. Die Geschädigte erhielt von der E-Mail Adresse alicya.russo@marktltd ein Schreiben der Firma „marketltd“. In diesem Schreiben sei sie aufgefordert worden, dass sie für den Erhalt der Investitionssumme eine Überweisung von 10.000 Euro tätigen müsse. Dieser und einer weiteren Zahlungsaufforderung kam die Geschädigte nach. Durch die Tat entstand der Geschädigten ein Gesamtschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Euro.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Das schnelle Geld und hohe Gewinnchancen gibt es auch im Internet nicht. Wenn etwas „zu schön scheint, um wahr zu sein“, ist es höchstwahrscheinlich ein Betrug.
  • Im Internet recherchieren, ob es Warnungen oder Beschwerden zu diesen Plattformen oder Gesellschaften gibt, zum Beispiel Watchlist Internet, Suchmaschinen-Ergebnisseiten.
  • Wenn nach der ersten Einzahlung sofort Kontakt aufgenommen und nachdrücklich mehr Geld verlangt wird, keinesfalls weitere Summen zahlen. Kreditkartenzahlungen sind teilweise bis zu drei Wochen stornierbar und die Zahlungen können rückgefordert werden.
  • Wenn bereits ein Schaden entstanden ist, auf jeden Fall eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten. Geschädigte brauchen sich nicht zu schämen, ihre Mitarbeit kann für Ermittlungstätigkeiten hilfreich sein. Den Sachverhalt auch der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) melden.

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