Lkw durchbrach Mittelleitwand auf der A9 und löste Großeinsatz aus
MICHELDORF. (Update) Ein Lastkraftwagen hat am Dienstag auf der A9 die Betonmittelleitwand durchbrochen und einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz und Asfinag ausgelöst. Der Lenker wurde verletzt, die Autobahn musste in eine Fahrtrichtung gesperrt werden, was weiträumige Staus verursachte.

Auf der A9 Pyhrnautobahn in Oberösterreich ist am Dienstag ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Lastkraftwagen passiert. Aus bisher nicht geklärter Ursache verlor der Lenker die Kontrolle über das Fahrzeug, worauf der Lkw mit erheblicher Wucht gegen die Betonmittelleitwand prallte und diese durchstieß.
Der Hängerzug kam schließlich stark beschädigt im Bereich der Gegenfahrbahn zum Stillstand. Der Fahrer wurde bei dem Unfall zwar verletzt, jedoch nicht im Führerhaus eingeklemmt. Einsatzkräfte des Roten Kreuzes versorgten ihn zunächst an der Unfallstelle und brachten ihn anschließend zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus.
Die Feuerwehren führten in der Folge umfangreiche Sicherungs- und Aufräumarbeiten durch. Sie sicherten die Unfallstelle ab, entfernten Trümmerteile von der Fahrbahn und verhinderten weitere Gefahren, etwa durch auslaufende Betriebsmittel.
Zudem unterstützten die Einsatzkräfte das Abschleppunternehmen bei der aufwendigen Bergung des schwer beschädigten Lastkraftwagens.
Für die Dauer der Arbeiten musste die Fahrtrichtung Voralpenkreuz auf der A9 vollständig gesperrt werden. In Richtung Graz war die Autobahn nur erschwert befahrbar.
Die Sperre führte auch auf den umliegenden Straßen zu massiven Verkehrseinschränkungen. Besonders auf der stark frequentierten B138, die von vielen Verkehrsteilnehmern als Umleitungsstrecke genutzt wurde, bildeten sich längere Staus und es kam zu erheblichen Verzögerungen.
Update
Ein 55-Jähriger aus dem Bezirk Amstetten fuhr gegen 11:30 Uhr mit seinem Kraftwagenzug auf der A9, Pyhrnautobahn Richtung Graz. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und touchierte auf der rechten Fahrbahnseite die Betonleitwand. „Danach prallte er gegen die Betonmittelwand, durchbrach diese und kam auf der Betonmittelwand quer zu den beiden Richtungsfahrbahnen zum Stillstand. Dabei ragte der Anhänger auf den linken Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Graz hinein und die Zugmaschine auf den linken Fahrstreifen Richtung Wels. Der 55-Jährige setzte selbst den Notruf ab. Nach der Erstversorgung wurde er mit leichten Verletzungen in das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf gebracht. Für die Aufräumungs- und Bergearbeiten wurde die Richtungsfahrbahn Wels für ca. zwei Stunden total gesperrt. Der Fahrzeugverkehr auf der Richtungsfahrbahn Graz konnte über den Pannenstreifen geführt werden. Die Umleitung zwischen Klaus und Inzersdorf erfolgte über die B138. Es bildete sich ein erheblicher Rückstau“, berichtet die Polizei.


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