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PETTENBACH. (Update) Ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Gemeindegebiet von Pettenbach hat am Samstagmittag einen der größten Feuerwehreinsätze der vergangenen Zeit im Bezirk Kirchdorf ausgelöst. Aufgrund der dramatischen Lage wurde die höchste Alarmstufe ausgelöst. Rund 200 Einsatzkräfte mit etwa 30 Fahrzeugen von 20 Feuerwehren aus den Bezirken Kirchdorf, Wels-Land und Gmunden standen im Großeinsatz.

Foto: FOTOKERSCHI
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Bereits während der Anfahrt war die Dimension des Brandes unübersehbar. Eine dichte, weithin sichtbare Rauchsäule stieg über dem betroffenen Gebiet auf und kündigte das Ausmaß des Feuers an. Wie sich rasch herausstellte, war ein Schweinemastbetrieb von den Flammen erfasst worden.

Dach eingestürzt

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Stallgebäude bereits in Vollbrand. Zahlreiche Atemschutztrupps nahmen umgehend die Brandbekämpfung auf und kämpften unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen. Im Verlauf des Einsatzes stürzte das Dach des betroffenen Stallgebäudes ein. Trotz der enormen Hitzeentwicklung gelang es den Feuerwehren, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude des landwirtschaftlichen Betriebes zu verhindern.

Unternehmen unterstützten bei der Löschwasserversorgung

Die Wasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung. Über drei Zubringerleitungen, gespeist aus mehreren Hochbehältern sowie einem Hydranten, wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt. Zusätzlich unterstützten zwei Unternehmen mit insgesamt drei Saugwagen die Einsatzkräfte. Dadurch standen an der Einsatzstelle rund 60.000 Liter zusätzliches Löschwasser zur Verfügung, was für die umfangreichen Löscharbeiten von entscheidender Bedeutung war.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde außerdem das Drohnenteam des Bezirks Kirchdorf eingesetzt. Mit Luftaufnahmen konnten die Lage laufend beurteilt, Glutnester lokalisiert und die weiteren Löschmaßnahmen gezielt koordiniert werden.

Mehrere hundert Schweine verendet

Nach bisherigen Erkenntnissen verendeten bei dem Brand mehrere hundert Schweine. Für den Besitzer des landwirtschaftlichen Betriebes wurde das Kriseninterventionsteam angefordert, das ihn vor Ort betreute.

Feuerwehrmann verletzt

Auch für die Einsatzkräfte verlief der Großeinsatz nicht völlig ohne Folgen. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Über die Schwere der Verletzung liegen derzeit keine näheren Informationen vor.

Die Löscharbeiten dauerten am Samstagnachmittag weiterhin an. Brandermittler der Polizei nahmen bereits vor Ort ihre Arbeit auf, um die Ursache des Feuers zu klären. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Feuerwehren werden voraussichtlich noch mehrere Stunden mit Nachlöscharbeiten und der Kontrolle des Brandobjektes beschäftigt sein.

Der Artikel wurde am 11.7. um 17.30 Uhr umfassend überarbeitet.

Update 11.7., 20.20 Uhr: 600 Schweine verendet

Die Familie selbst wurde Samstagmittag auf die Rauchwolke beim Schweinestall aufmerksam, konnte selbstständig jedoch nicht mehr löschen und alarmierte die Einsatzkräfte. Im Stall befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 600 Schweine. Diese konnten nicht mehr gerettet werden. Das Wohnhaus wurde durch den Brand nicht beschädigt.

Feuerwehrmann schwer verletzt

„Ein Feuerwehrmann verletzte sich beim Aufbauen einer Löschleitung durch den Schlag einer Schlauchkupplung schwer und musste von der Rettung ins Klinikum Wels eingeliefert werden. Eine genaue Brandursache ist noch nicht bekannt“, berichtet die Polizei.


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