Kalligraphische Arbeiten aus Bronze im Bartlhaus
PETTENBACH. Texte, Worte und Wortschöpfungen verwandelt Künstlerin Susanne Wilhelmine Ertl aus Thalheim bei Wels nicht nur mittels Pinsel und Acrylfarben auf Papier, sondern fertigt auch besonders beeindruckende Werke aus Bronze. Zu sehen sind ihre Gemälde und Skulpturen ab 24. April im Bartlhaus in Pettenbach.

„Nach über dreißig Jahren kalligraphischer Arbeit auf Papier und Leinwand wollte ich die Buchstaben, Worte und Sätze nicht nur schreiben, sondern sie auch im wahrsten Sinne des Wortes erfassen und begreifen können. Vor einigen Jahren habe ich mich für das Material Bronze entschieden“, erzählt Susanne Wilhelmine Ertl. Die Bronzen werden in einem aufwändigen Verfahren gegossen. Dazu entwirft die Kalligrafin die Worte zuerst auf Papier, geht von einem Papiermodell über zu Karton, formt die Buchstaben daraufhin aus Gießwachs und lässt sie im Wachsausgussverfahren in einer Kunstgießerei in Bayern gießen. Nach dem Guss erfolgt das Ziselieren, eine spezielle Form der Bearbeitung. „Ich ziseliere jede Bronzeskulptur selbst. Jede Arbeit ist ein Unikat und wird von mir ausschließlich mit den Händen bearbeitet“, erklärt die Künstlerin.
Papier- und Leinwandarbeiten
Ein Teil der Arbeiten auf Papier zeigt Werke, die im Zuge der Bronzearbeiten entstanden sind und sich an den Skulpturen orientieren. Der andere Part der Papier- und Leinwandarbeiten zeigt Auszüge einer Schaffensperiode der letzten zwanzig Jahre. „Die kombinierten Kalligraphie beziehungsweise Collagearbeiten sind eine Richtung, die ich vor einigen Jahren eingeschlagen habe“, berichtet Susanne Wilhelmine Ertl: „Einer Anregung von Angelika Doppelbauer, der Kuratorin der Gesamtausstellung, folgend, zeige ich im Rahmen der Ausstellung einen Auszug der Werke meiner Mutter, Margarete Ertl. Mit großer Freude präsentiere ich im Schriftmuseum einige ihrer Arbeiten. Meine Mutter war über sehr viele Jahre dem Bartlhaus eng verbunden.“
Saisoneröffnungstag mit Soft Opening
Der 24. April ist Saisoneröffnungstag im Bartlhaus in Pettenbach mit einem Soft Opening (englisch für Sanfte Eröffnung). Der Besuch ist in der Zeit von 14 bis 17 Uhr möglich. Es werden keine Führungen angeboten. Da sich nur eine begrenzte Anzahl von Personen im Museum aufhalten darf, kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.


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