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SCHLIERBACH. Nach einer pandemiebedingten Verschiebung liest Autor Elias Hirschl auf Einladung der Literarischen Nahversorger am Samstag, 26. März, um 20 Uhr im Seminarhaus SPES in Schlierbach aus seinem Roman „Salonfähig“.

Autor Elias Hirschl (Foto: Leonhard Hilzensauer/Zsolnay)
Autor Elias Hirschl (Foto: Leonhard Hilzensauer/Zsolnay)

„Ich lache wie eine regelmäßig gewartete Rolltreppe“, ist ein typischer Satz aus der Polit-Seifenoper „Salonfähig“ von Elias Hirschl. Im vierten Roman des jungen österreichischen Autors macht sich ein Ich-Erzähler, ein Jung-Parteimitglied, daran, seinem Parteiobmann zur Position des Bundeskanzlers zu verhelfen. Er bewundert ihn, möchte so perfekt sein wie dieser. Doch das authentische Lächeln will ihm nicht so recht gelingen. Die „Mitte Österreich“ ist eine christlich-soziale Partei, ihre Funktionäre bilden eine abgehobene Politikerkaste. In absurden Szenen entwirft Hirschl ein Porträt der Generation Slim Fit und lässt darin kein Klischee aus. Der Autor nähert sich seinen Figuren vor allem durch ihre sehr spezielle Sprache. Grenzüberschreitungen, Taktlosigkeit und die Begeisterung für Terroranschläge charakterisieren sie ebenso wie der Personenkult, den sie treiben. Übrigens: Die Bemühungen des Erzählers führen zu nichts. Der Roman endet in einem Drogenexzess, in dem Realität und Wahnsinn nicht mehr zu unterscheiden sind.

Lesung in Schlierbach

Elias Hirschl liest auf Einladung der Literarischen Nahversorger am Samstag, 26. März, um 20 Uhr im Seminarhaus SPES in Schlierbach. Einlass ist um 19 Uhr. Die Präventionsmaßnahmen richten sich nach den zum Zeitpunkt der Lesung aktuellen Vorgaben. Eintritt: zehn Euro / vier Euro (Schüler und Studenten)


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