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KIRCHDORF/STEYR. Historikerin Ines Bernt-Koppensteiner stellte in Kirchdorf ihr Buch „Nirgendwohin. Todesmärsche durch Oberösterreich 1945“ vor. Joachim Stöbis, Waltraud Neuhauser und Erwin Dorn gaben Einblicke in ihre Beschäftigung mit dem Thema.

Bei der Präsentation in der evangelischen Kirche in Kirchdorf, v. l.: Joachim Stöbis, Ines Bernt-Koppensteiner, Waltraud Neuhauser und Erwin Dorn Foto: Wolfgang Baaske

Das europäische Projekt EINHALT, die öffentliche Bibliothek der evangelischen Pfarrgemeinde und das Kirchdorfer Kulturreferat veranstalteten den Abend im Zeichen der Erinnerung an eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte im Bezirk.

Buch- und Filmpräsentation

Joachim Stöbis zeigte seine filmische Auseinandersetzung mit den Todesmärschen im Bezirk Kirchdorf. Der Film versuchte einen niederschwelligen und auch emotionalen Zugang zum Thema zu bieten. Unter anderem die Kürze der Liste der Menschen, die versuchten, den durch den Bezirk Getriebenen zu helfen, ließ den Zuschauer dabei schockiert zurück.

Ines Bernt-Koppensteiner, Historikerin und Lehrerin aus Steyr, versuchte anschließend eine Übersicht über die „blanken“ Tatsachen zu den Todesmärschen zu liefern. Sie erklärte den Unterschied zwischen den Todesmärschen ungarischer Juden und den Evakuierungsmärschen von KZ-Häftlingen, berichtete über die Bewacher und das System hinter dem Grauen und über die Einordnung dieser Märsche in die Geschehnisse im zerfallenden „Dritten Reich“ 1945.

Waltraud Neuhauser und Erwin Dorn, Pädagogen aus Steyr, beschäftigen sich schon seit Längerem mit Erinnerungsarbeit und stellten an dem Abend etwa in den Raum, dass die Aufarbeitung der Geschehnisse in der unmittelbaren Umgebung der Menschen möglicherweise ebenso wichtig sei wie die Erinnerung an großen Erinnerungsorten.


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Gastuser
Gastuser
03.02.2016 20:42

Gemeindefusion mit Kirchdorf

Das Bezirksstädtlein wird bald aus allen Nähten platzen... Kirchdorf braucht mehr Gemeindefläche um überregional bedeutender zu werden.... Entschuldigung aber Kirchdorf kann man doch in seiner derzeitigen Größe nicht ernstnehmen... Aber selbstverständlich nicht über die Bürger drüberfahren, eine direkt demokratische Befragung sollte zur Debatte stehen

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Gastuser
Gastuser
03.02.2016 20:47

Entschuldigung

Es war leider zum falschen Artikel... Mein Handy hat gesponnen

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