Sieben Tourismusverbände erarbeiten eine Radregion Steyr-Kirchdorf
BEZIRK KIRCHDORF. Die regionalen Tourismusverbände wollen das Potenzial des Themas „Radfahren“ nutzen und starteten deshalb das Leader-Projekt „Radregion Steyr-Kirchdorf“.

Die Tourismusverbände Steyrtal, Ennstal, Kremstal, Pyhrn-Priel, Bad Hall – Kremsmünster, Steyr und Almtal sowie der OÖ Tourismus beschäftigen sich derzeit mit dem Leader-Projekt „Radregion Steyr-Kirchdorf“. Im Fokus stehen die drei Segmente Flussradwandern, Mountainbiken und Rennradfahren.
„Verstärkt zu kooperieren ist eine Chance für die Region. Um Mehrtagesangebote bieten zu können, müssen wir größer denken“, weiß Christian Schilcher, Manager der Leader-Region Traun4tler Alpenvorland, der gemeinsam mit dem Manager der Leader-Region Nationalpark OÖ. Kalkalpen, Felix Fößleitner, das Projekt koordiniert. Die erste Phase des Projektes, die Streckendaten zusammenzutragen und daraus saubere Geo-Daten zu generieren, wurde bereits gestartet.
Es soll ein Bike-Management-Tool zur Wartung, Entwicklung und Qualitätssicherung des Strecken-Netzes entstehen. Ziel ist es, eine „Rad-Datenbank 2020“ zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der FH Kufstein werden eine Positionierungs- und eine Kommunikationsstrategie entwickelt. Die Ergebnisse werden Ende des Semsters erwartet.
Neue Wege zum Naturerlebnis
Als nächster Schritt sollen mit der Methode des „Design thinking“ (ein Ansatz, der zur Entwicklung neuer Ideen führen soll) gute touristische, nutzergerechte Informationssysteme entwickelt werden. „Das heißt, wir wollen die unterschiedlichen Nutzer einbeziehen und speziell nach ihren Bedürfnissen die richtigen Maßnahmen treffen“, erklärt Schilcher. Dabei sollen die Alleinstellungsmerkmale wie das Flussradwandern und der Nationalpark Kalkalpen genutzt werden. „Wir wollen aber auch neue Wege finden, um Natur erlebbar und spürbar zu machen“, so der Leader-Manager.
Trend E-Bike und gemeinsame Vermarktung
Der Trend geht zum E-Bike. „Wir glauben, dass das Thema E-Bike im Projekt einen großen Stellenwert einnehmen wird“, so Christian Schilcher. „Dieser Trend kommt unserer Region von der Topografie her sehr entgegen“, fügt Felix Fößleitner hinzu.Im dritten und letzten Schritt werden Grundlagen für eine gemeinsame Vermarktung geschaffen. „Wir haben jetzt schon den überregionalen Blick und wollen die Lücken im Radwegenetz schließen. Wir denken dabei an eine Zubringung Richtung Donauradweg“, so Schilcher und Fößleitner.
Das Leader-Projekt „Radregion Steyr-Kirchdorf“ ist ein Pilotprojekt, soll ein gesamtregionales Radwegekonzept liefern und bis Herbst 2017 fertig gestellt sein.


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