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Leserartikel Reinhard Ebner, 21.11.2016 12:09

Aktuelle Fälle von Gewalt unter Jugendlichen wurden millionenfach über soziale Netzwerke wie Facebook geteilt. Für Bewusstseinsbildung sorgen die Bezirks-Polizeikommandos mit dem Schulprojekt Click&Check.

Foto: Martin Schemm/pixelio.de
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Happy Slapping, Cyberbullying – hinter englischen Begriffen verstecken sich Formen körperlicher und seelischer Gewalt. Verbreitet werden sie heute mitunter über soziale Medien wie Facebook. Rechtliche Handhabe liefert seit heuer ein „Cyberbullying“-Paragraph (§ 107c). Österreichweit wurden rund 330 Fälle behandelt.

„Im Bezirk wurde noch nichts unter dem neuen Straftatbestand zur Anzeige gebracht“, so Chefinspektor Reinhard Menneweger, „das bedeutet nicht, dass solche Dinge nicht passieren. In den wenigsten Fällen outen sich die Opfer selbst.“

„Viele Schüler kennen Fälle aus ihrem Umfeld“

Menneweger ist Bezirksverantwortlicher des Schulprojekts Click&Check, das vom Landeskriminalamt initiiert wurde. Gemeinsam mit Kollegen unterweist er Jugendliche im verantwortungsvollen Umgang mit modernen Kommunikationsformen. Angesprochen werden Schüler wie auch Eltern und Lehrer.

Der Bedarf ist jedenfalls vorhanden, meint Menneweger: „Heuer haben sich mehr als 20 Klassen der siebten Schulstufe im Bezirk angemeldet.“ Körperliche Gewalt, die übers Netz verbreitet wird, sei bei den Schülern eher weniger ein Thema. Seelische Gewalt hingegen schon: „Viele kennen Fälle, wo in Chatrooms Mitschüler beschimpft oder demütigende Fotos von anderen auf soziale Plattformen gestellt wurden.“

„Cybermobbing kann zum Tod führen“

Der Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter ortet Informationsdefizite. „Im Gegensatz zu ihren Eltern kennen sich Jugendliche bei Medien wie Facebook, Snapchat, What“s App oder Instagram zwar bestens aus. Sie wissen aber wenig darüber, was erlaubt und was verboten ist. Und sie können die Folgen nicht abschätzen.“ Cybermobbing etwa könne bis zum Tod des Opfers führen.

Durch Elternabende versucht Menneweger auch, die Eltern mit ins Boot zu holen. „Sie sollten sich zeigen lassen, wo ihre Kinder surfen. Und sie sollten diese keine Gewaltspiele am PC spielen lassen.“


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