Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Bonussystem soll Einsatzbereitschaft von Freiwilligen bei Großereignissen künftig fördern

Michaela Primessnig, 28.08.2019 10:24

BEZIRK KIRCHDORF. Nach jahrelanger Forderung tritt am 1. September ein Bonussystem zur Unterstützung von Arbeitgebern, die Mitarbeiter im Großeinsatzfall freiwillig weglassen, in Kraft. Sowohl für Feuerwehrleute als auch für Rot-Kreuz-Mitarbeiter wird im Fall des Falles eine Entgeltfortzahlung geleistet.

Durch den Schneedruck waren im Jänner 2019 im Bezirk Kirchdorf die Feuerwehren im Dauereinsatz. Foto: BFKDO Kirchdorf

Ohne das freiwillige Engagement tausender Mitarbeiter bei Einsatzorganisationen wie dem Roten Kreuz oder der Feuerwehr wären Großereignisse wie Murenabgänge oder Hochwässer unmöglich zu bewerkstelligen. Für Arbeitgeber ist die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter aber nicht nur Segen, sondern manchmal auch Fluch. Damit Freiwilligenhilfe für die Arbeitnehmer nicht zum Boomerang wird, soll nun ein Bonussystem die Arbeitgeber entlasten.

Einsatzprämie bei Großereignissen

Die Einsatzprämie wird 200 Euro pro Tag betragen. Von einem Großereignis spricht man dabei, bei dem mindestens 100 Kräfte mindestens acht Stunden im Einsatz sind. „Wir sehen diese Fälle immer wieder in der Praxis. Heuer im Jänner bei den Schneedruck-Problemen in Spittal und Windischgarsten hatten wir zu tun, dass wir über die Runden kommen mit den Leuten. Da wäre diese Regelung sicher bereits von Vorteil gewesen“, so Bezirks-Feuerwehrkommandant Helmut Berc im Tips-Gespräch. „Eine Regelung mit fünf Tagen Sonderurlaub ist nicht umsetzbar und sie wäre auch zum Nachteil für die Arbeitnehmer gewesen.“

„Wichtiger Schritt in die richtige Richtung“

Generell erhofft man sich durch dieses Bonussystem, dass die Akzeptanz für Frewillige Mitarbeiter bei Feuerwehr und Rotem Kreuz bei den Arbeitgebern steigen wird. Firmen sind aber nicht verpflichtet, ihre Mitarbeiter wegzulassen. Sollten Gründe wie z.B. viele Mitarbeiter auf Urlaub oder im Krankenstand, dagegen sprechen, ist das natürlich kein Muss. Auf jeden Fall sei diese Regelung aber ein guter Schritt in die richtige Richtung.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden