Schüler gehen auch in Kirchdorf für den Klimaschutz auf die Straße

Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 15.09.2019 19:32 Uhr

KIRCHDORF AN DER KREMS. Seit rund einem Jahr gehen Schüler als Teil der internationalen „Fridays for Future“-Bewegung für den Klimaschutz auf die Straße – nun ist es auch in Kirchdorf so weit. Organisiert wird die Kundgebung von einem jungen Schlierbacher.

Der 15-jährige Jakob Brazle aus Schlierbach lädt gemeinsam mit den Pfadfindern Kremstal, der Foodcoop Güterwege und dem Freien Radio B138 zu einem Zeichen für mehr Klimaschutz ein. Die Initiative des Schülers ist Teil der länderübergreifenden „Fridays for Future“-Bewegung und zeigt das Engagement der Jugend für den Klimaschutz. Für diesen setzen sich die Jungen nicht nur in den großen Zentren, sondern auch in den ländlichen Regionen ein.

„Wünschen uns zahlreiche Teilnehmer“

„Jakob ist zu uns gekommen und hat uns von seinem Vorhaben, gemeinsam mit den Pfadfindern und seinen Schulfreunden am 20. September ein Zeichen zu setzen, berichtet. Daraufhin hat Radio B138 die Unterstützung zugesichert. Ich habe auch die Kundgebung angemeldet“, erzählt Julian Ehrenreich vom Freien Radio B138 in Kirchdorf: „Wir wünschen uns zahlreiche Teilnehmer auch von verschiedensten Vereinen.“

Heißester Sommer seit den Aufzeichnungen 1767

Die Kundgebung ist inspiriert vom Fridays for Future Netzwerk, ansonsten völlig unabhängig und nicht organisiert. „B138 ist eine Plattform für die Zivilgesellschaft, damit sich die unterschiedlichen Menschen in den wichtigen Zukunftsbereichen engagieren können“, so Ehrenreich, für den der Klimawandel eine Herzensangelegenheit ist: „Der Klimawandel ist auch in unserer Region ,erlebbar'. Alpine Flüsse wie Alm und Krems hatten Rekordtemperaturen und es war der heißeste Sommer seit den Aufzeichnungen 1767. Wir wollen global ein Zeichen setzen. Wir leben alle gemeinsam auf einem Planeten. Der Klimawandel schert sich nicht um Staatsgrenzen.“

„Schule schwänzen ist kein Beitrag, das Klima zu retten“

Den Kritikern, die meinen, dass die Schüler mit ihrer Aktion „nur“ Schule schwänzen wollen, sagt Jakob Brazle: „Deswegen habe ich einen Termin ins Auge gefasst, an dem die Schule bereits aus ist. Zwischen 14 und 15 Uhr kann man jederzeit zur Kundgebung kommen. Schule schwänzen ist sicher kein Beitrag, das Klima zu retten. Wir sollten in der Schule lernen, was wir tun können und wie man sich für seine Ziele einsetzen kann. Ich wünsche mir, dass viele Schulen an diesem Tag mitmachen!“

„Austria for Future“

Freitag, 20. September, 14 Uhr

Infos unter https://fridaysforfuture.at/ und Tel.: 0664/9127576

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