Etwa 1,5 Millionen Schwerfahrzeuge durch Lainbergtunnel unterwegs
BEZIRK KIRCHDORF. Allein auf der Pyhrnautobahn waren im Vorjahr deutlich mehr Lastkraftwagen (Lkw) unterwegs als über alle vier Schweizer Alpenübergänge.

Während auf der A9 Pyhrnautobahn im Vorjahr rund 1,5 Millionen Schwerfahrzeuge durch den Lainbergtunnel bei St. Pankraz fuhren, waren über die vier Schweizer Alpenpässe in Summe nur 0,9 Millionen unterwegs. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert daher eine Lkw-Mindestmaut in der EU und die Abschaffung der Steuerbegünstigung von Diesel: „Der Schweiz ist gelungen, was sich die Anrainer entlang von Österreichs Transitrouten seit vielen Jahren wünschen: Die Zahl der Lkw-Fahrten hat deutlich abgenommen“, weist VCÖ-Experte Michael Schwendinger auf aktuelle Daten des Schweizer Bundesamts für Verkehr hin. Demnach ist die Zahl der Lasten- und Sattelzüge über die Schweizer Alpenpässe im Jahr 2019 um 41.000 auf 808.000 zurückgegangen, weitere 90.000 waren kleinere Lastwagen über 3,5 Tonnen.
898.00 Lkw auf Schweizer Alpenpässen unterwegs
In Summe waren es 898.000 Lkw, welche die Schweizer Alpenpässe überquerten. Über die Pyhrnautobahn rollten mehr Lkw als über alle vier Schweizer Alpenübergänge. So fuhren auf der A9 rund 1,5 Millionen Schwerfahrzeuge durch den Lainbergtunnel. Gegenüber dem Jahr 2010 nahm der Lkw-Verkehr im Lainbergtunnel um rund 440.000 zu. Über die Schweizer Pässe gab es hingegen einen Rückgang um rund 330.000, der Großteil entfiel auf Lasten- und Sattelzüge, so der VCÖ. „Die Finanzkrise vor zehn Jahren hat gezeigt, dass ohne strukturelle Änderungen die Rückgänge des Lkw-Verkehrs nur kurzfristig sind. Umso wichtiger ist es, dass sowohl Österreich als auch die EU Maßnahmen setzen, damit nachhaltig die Belastungen durch den Lkw-Verkehr reduziert werden“, betont Schwendinger.<


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