Verein Bergma(n)dl bringt Wirtschaftswiese wieder zum Blühen
MICHELDORF. Nach langen Bemühungen haben die „Bergma(n)dl“ alle Gemeindewiesen im geschützten Landschaftsteil Himmelreich in Pflege. Mit unterschiedlichen Maßnahmen will man die Flächen wieder zum Treffpunkt für Insekten machen.

Eine 6000 Quadratmeter große ehemalige Weidefläche, welche in den vergangenen 30 Jahren als intensive Wirtschaftswiese genutzt wurde, ist nun seit drei Jahren in Betreuung des Landschaftspflegevereins „Bergma(n)dl“. Obmann Werner Bejvl hat mit der Vegetationsökologin Claudia Leitner ein Sanierungskonzept erstellt, um in diese Wiese wieder mehr Blütenpflanzen für die Insektenwelt zu bekommen. Dieses Konzept wurde beim Projekt „Blühendes Österreich − REWE International gemeinnützige Privatstiftung“ eingereicht und 2018 auch mit dem Preis „Die Brennessel“ ausgezeichnet.
Mit Maßnahmen der Ausmagerung, wie „Striegeln“ (mit einer Art feinen Egge Wiesenteile entfernen) und der Einbringung von Samen der angrenzenden artenreichen Wiesen wurde sofort begonnen. „Das Striegeln war ein zarter Versuch, die Wiese auszumagern, mehr Erfolg zeigte der flächige Einfall der Maikäfer, wo wir anschließend große Grasflächen abräumten und somit schöne Freiflächen für die Samen der Blütenpflanzen hatten. Wir mussten nun unserer Beraterin Claudia Leitner Recht geben, denn sie forderte schon am Beginn ein radikaleres Vorgehen ein“, so Bejvl.
Wiesenfläche mit neuem Leben gefüllt
Anfang September war es nun soweit. Mit Grubber (einer Art Bodenmischung/-aufbereitung), Kreiselegge und Walze ging es über 1500 Quadratmeter Wiesenfläche an den Kragen. „In den vergangenen zwei Monaten hatten wir in über vierzig Arbeitsstunden Samen von Margerite, Witwenblume, Klappertopf, Flockenblume, Glockenblume, Klappertopf, Wiesen-Bocksbart und noch vieles mehr gesammelt und getrocknet. Diese Samen wurden nun eingewalzt. Als Draufgabe wurden noch rund ein Kubikmeter Heublumen unserer Bergwiesen gestreut. Sie wurden von unserem Mitglied und Biotopnachbarn Harald Hebesberger vulgo Tochinger extra beim Heupressen dafür gesammelt. Zum Abschluss wurde das Projekt Blumenwiese mit 50 Liter Regen pro Quadratmeter über Nacht von oben bedacht“, berichtet Bejvl.


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