Angela Winzig: „Es geht um außergewöhnliche Ideen“

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Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 22.10.2020 07:56 Uhr

STEINBACH AN DER STEYR. Seide, Keramik, Glas, Steine oder Schafwolle: Die Steinbacherin Angela Winzig weiß aus jedem Material ein besonderes Kunstwerk zu schaffen.

„Unsere Puppenmacherin, wer sonst“, antwortet Steinbachs Bürgermeister Christian Dörfel (ÖVP) lachend auf die Frage, welcher der 2.178 Gemeindebürger ein richtiges Original sei. Nach dem Besuch bei der sogenannten Puppenmacherin Angela Winzig ist auch klar, warum: die heute 79-Jährige hat die Geschichte der Gemeinde Steinbach an der Steyr in vielen Bereichen mitgestaltet und geprägt. Von ehrenamtlichen Arbeiten beim Roten Kreuz über Töpferkurse für Kinder aus der Nachbarschaft bis hin zur Gestaltung von Ausstellungen in der Gemeinde: sobald die Ideen von Angela Winzig gefragt waren, sorgte sie mit ihrem Eifer für gelungene Veranstaltungen.

Inspirierende Nachbarn

Mit 23 Jahren zog die gebürtige Großramingerin nach Steinbach an der Steyr. „Der Liebe wegen“, erinnert sich Angela Winzig lächelnd zurück. „Sobald ich hier war, ging es dann eigentlich auch schon los mit den künstlerischen Tätigkeiten“, berichtet die zweifache Mutter. Wie solle es auch anders sein, immerhin lebte der Kulturinteressierte Willi Pils nur einen Katzensprung von ihrem neuen Zuhause entfernt. „Gemeinsam mit Willi haben wir viel auf die Beine gestellt und ein Netzwerk von Künstlern aus der Umgebung aufgebaut.“

„Lustige Figuren waren mir schon immer die Liebsten“

„Ich habe immer so viele Ideen, aber die Zeit reicht nicht mal für die Hälfte davon“, erzählt Angela Winzig seufzend. Dass die Künstlerin in der Tat aus einem umfangreichen Erfindungsreichtum schöpft, zeigen die unzähligen Kunstwerke in ihrem Haus in Steinbach: Teddybären, Lampenschirme, Seidentücher, Gartenwächter, Steckenpferde, Nistplätze, Schmuck, Puppen sowie Figuren aus den unterschiedlichsten Materialien gibt es dort zu bestaunen. „Lustige, runde Figuren sind mir dabei die Liebsten“, gibt Angela Winzig zu und zeigt auf eine Engelsfigur, die einen Kopfstand macht.

Naturbelassen und giftfrei

„Am Wichtigsten ist mir nach wie vor eine naturbelassene und umweltschonende Arbeit“, überlegt die 79-Jährige. Darum füllt die Künstlerin ihre berühmten Teddybären mit Naturfasern von der Grünen Erde. „Mein Ziel ist es, möglichst frei von Schadstoffen zu arbeiten.“ Auch lässt sie sich gerne von der Natur inspirieren: „Ich bin ein runder Mensch. Mit Ecken und Kanten weiß ich nicht viel anzufangen“, verrät die Künstlerin.

Kurse und Ausstellungen

Am 8. Dezember ist Angela Winzig mit ihren Kunstwerken am Musikalischen Adventmarkt in Spital am Pyhrn anzutreffen. Töpferkurse sowie Nähkurse für Plüschtiere finden in den Sommermonaten im Bildungszentrum Stift Schlierbach statt.

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