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KIRCHDORF AN DER KREMS. Auch wenn es in den vergangenen Monaten wenig erfreuliche Nachrichten aus den Alten- und Pflegeheimen gab, umso erfreulicher ist der 100. Geburtstag von Elfriede Selle aus dem BAPH Kirchdorf am 6. Jänner.

Heimleiter Gerhard Schlachter, Jubilarin Elfriede Selle und Ute Weidinger (v.l.) (Foto: BAPH Kirchdorf)

Elfriede Selle wurde in Kirchdorf geboren. Als Kind übersiedelte sie mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern zuerst nach Vöcklabruck und später nach Linz, wo sie ihre Kindheit und Jugendzeit verbrachte. In Linz legte sie die Matura bei den Kreuzschwestern ab. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete sie beim Fliegeralarmdienst, was für sie sehr interessant war, weil sie immer genau wusste, wo der nächste Bombenangriff stattfand. Nach dem Krieg zog Elfriede Selle mit ihrem Mann, ein gebürtiger Kölner, in dessen Heimatstadt. Dort brachte sie auch ihren Sohn zur Welt, der heute noch in Deutschland wohnt. Doch das Heimweh zog das Ehepaar Selle in der Pension wieder zurück nach Kirchdorf. Nach dem Tod ihres Ehemannes blieb sie noch alleine in der Wohnung, bis sie im Sommer 2019 ins BAPH Kirchdorf einzog.

Sohn kommt, sobald die Grenzen wieder offen sind

Schade fand es Elfriede Selle, dass sie ihren runden Geburtstag coronabedingt nicht mit ihrem Sohn feiern konnte, aber „die Situation ist nun mal so und da kann man halt nichts machen“. So verbrachte sie ihren Geburtstag im Kreise des Pflegepersonals und der anderen Heimbewohner, denen die Torte genauso schmeckte wie der Jubilarin. Der Sohn wird, sobald die Grenzen wieder offen sind, kommen und das Jubiläum mit etwas Verspätung feiern, darauf freut sich Elfriede Selle schon sehr.


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