Vorbereitung als Um und Auf beim Skitourengehen

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Sophie Kepplinger Sophie Kepplinger, Tips Redaktion, 20.01.2021 11:56 Uhr

WINDISCHGARSTEN. Freiheitsgefühl, Gipfelerlebnis und Pulverschnee: Skitourengehen liegt weiterhin klar im Trend. Warum die Skitour aber nicht erst mit dem Einstieg in die Bindung beginnt, erklärt David Pöchacker von der Bergrettung Windischgarsten.

Der Wecker läutete zu spät, die Kaffeemaschine ist defekt und überhaupt ist die morgendliche Ruhe vorüber. Hektik kann an einem Tag, an dem eine Skitour geplant ist, schwerwiegende Folgen haben – vor allem, wenn beim gestressten Packen des Rucksacks (Überlebens-)wichtiges vergessen wird. „Der Tourenrucksack sollte nach Möglichkeit bereits am Vorabend gepackt werden, um in Ruhe auch alles Nötige auf die Funktionstüchtigkeit zu kontrollieren“, betont David Pöchacker, stellvertretender Ortsstellenleiter der Bergrettung Windischgarsten.

Helm und Lawinenrucksack empfohlen

Neben einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) gehören Lawinensonde, Lawinenschaufel mit einem Blatt aus Aluminium, Erste-Hilfe-Set sowie Biwaksack zur Notfall- und damit Grundausstattung beim Skitourengehen. „Empfohlen wird auch ein Helm und ein Lawinenairbag“, ergänzt der 36-jährige Bergretter aus Roßleithen. LVS, Schaufel und Sonde dienen dabei nicht nur der Kameradenrettung im Falle eines Lawinenabgangs, sondern auch, um notfalls ein Biwak zu schaufeln. „Die Ausrüstung nutzt aber nur so viel, wie der Benutzer sie auch verwenden kann“, warnt Pöchacker und verweist auf die „Lawinenkurse“ von alpinen Vereinen, wo der richtige Umgang mit dem Equipement vermittelt wird.

Lawinenlage, Wetter und Gelände checken

Den Ausgangspunkt sowie das Ziel der Skitour zu kennen, ist für eine sichere Tour zu wenig: „Im Zuge der Tourenplanung gilt es, sich mit der Lawinenlage, dem Wetter und den möglichen Besonderheiten der Tour auseinanderzusetzen“, erklärt der Roßleithner. Vor allem die Orientierung sei dabei ein Grundthema: „Ich sollte auch ohne Handy ungefähr wissen, wo ich mich befinde, um meinen Standort in einer Notsituation auch weitergeben zu können. Viele gehen und fahren einer Spur nach, ohne zu wissen, wo genau sie gerade unterwegs sind.“ Neben dem Studieren des Geländes zur späteren Orientierung sollte auch der Lawinenlagebericht begutachtet werden. Unter https://oberoesterreich.avalanche-warnings.eu zeigt sich dieser in aufgefrischter Form: Der oberösterreichische Lawinenwarndienst ist neuerdings bereits am Vorabend um 18 Uhr abrufbereit und zeigt die Erstinformationen wie Gefahrenstufe mit oder ohne Höhen- oder Tagesabhängigkeit, Exposition und Lawinengefahren. „Die meisten Informationen wie Schneedeckenaufbau, Gefahrentendenz und Wetter sind aus dem Lawinenlagebericht ersichtlich. Dass dieser nicht nur überflogen werden sollte, muss klar sein“, erklärt der Bergretter mit Nachdruck.

Breitensport Tourengehen

„Grundsätzlich finden wir es gut, dass die Leute draußen unterwegs sind. Uns ist nur wichtig, dass sich die Tourengeher nicht sinnlos in gefährliche Situationen begeben und sich richtig vorbereiten, damit wir ihnen im Ernstfall schnell helfen können“, betont Pöchacker, der mit über zehn Jahren Erfahrung als Bergretter weiß, wovon er spricht.

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