Ruhig, umgänglich und gutmütig ist das Sikawild von Familie Pichler

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Julia und Adolf Lindbichler, Anita und Andreas Pichler mit ihrer Tochter Marlene sowie Ferdinand Rankl und Waltraud Lindbichler (v.l.) (Foto: Pichler)
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 05.05.2021 10:33 Uhr

INZERSDORF IM KREMSTAL. Jeder, der die Zufahrt zum Klausnergut in Inzersdorf hinauffährt, wird von rund 50 Paar Augen aufmerksam beobachtet – es handelt sich dabei um das Sikawild von Familie Pichler.

Anita und Andreas Pichler haben den Betrieb im Jahr 2016 übernommen und sich 2018 dazu entschlossen, die Landwirtschaft wieder selbst nachhaltig zu führen. Der Bio-Bauernhof, vulgo Klaus, mit ungefähr sieben Hektar Grünland und circa zwei Hektar Wald wird von vier Generationen im Nebenerwerb bewirtschaftet.

Sikawild ist gutmütig

„Nach vielen Betriebsbesichtigungen haben wir uns für das Sikawild entschieden, weil die Tiere sehr ruhig, umgänglich und gutmütig sind – wir haben sie sofort ins Herz geschlossen. Zudem findet das Sikawild – aufgrund der Lage unseres Hofes – bei uns perfekte Lebensbedingungen vor. Komplett überzeugt hat uns aber letztendlich das geschmackvolle Fleisch“, erzählt Anita Pichler. Die 33-Jährige hat vor kurzem eine Ausbildung in der Direktvermarktung im Ländlichen Fortbildungsinstitut Oberösterreich (LFI) abgeschlossen. „Zudem ist das Sikawild im Gegensatz zum Damwild eher selten“, ergänzt Andreas Pichler.

70 Tiere grasen am Hügel mit Aussicht ins Kremstal

Die Herde besteht im Winter aus rund 50 und im Sommer aus bis zu 70 Stück Sikawild und lebt ganzjährig im Freiland in einem Gehege mit einer Größe von rund 4,5 Hektar. Die Kälber werden aufgezogen und im Alter von rund eineinhalb Jahren entweder lebend verkauft oder zwischen Ende August und Anfang Mai geschlachtet, zu dieser Zeit ist auch das Wildfleisch nach Vorbestellung und auf Wunsch zerlegt ab Hof erhältlich.

Naturbelassene Fütterung

„Damit das Fleisch möglichst schmackhaft, gesund und zart ist, legen wir Wert auf eine artgerechte, kontrollierte und nachhaltige Haltung sowie auf eine naturbelassene Fütterung. Im Sommer ernähren sich die Tiere von den Wiesen und dem Fallobst. Im Winter füttern wir unser Wild mit Heu, Obst und Gemüse“, erzählt Familie Pichler.

Bei Stress wird gepfiffen

Seit 2018 lebt die Herde am Hof von Anita und Andreas Pichler. „In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel über das Sikawild gelernt“, sagt Andreas Pichler und nennt ein Beispiel: „In Stress­situationen, wenn beispielsweise ein Hund vorbeiläuft, pfeifen die Tiere. Schöne Momente waren es, als die ersten Kälber auf die Welt kamen.“

Gezielter Schuss

Damit der Hirsch bei seinen Damen fleißiger ist, hält Familie Pichler auch einen Beihirsch. „In der Brunft vertreibt der Hirsch den Beihirsch und ist selbst bei den Weibchen zur Stelle“, erklärt Andreas Pichler augenzwinkernd. Der 36-Jährige hat die Jagdprüfung abgelegt und schießt die Jungtiere selbst mit einem gezielten Schuss direkt im Gehege aus seiner Herde. „Das ist tierschutzgerecht und stressfrei. Der unangenehme Transport und die Ängste bei der Verladung sowie der Schlachtung bleiben unseren Tieren somit erspart“, betont Andreas Pichler.

Zutraulichkeit unterschiedlich

Ein paar der Tiere sind ganz zahm, man kann sie mit der Hand füttern und streicheln. Manche halten jedoch Abstand zum Menschen, so auch der Hirsch. „Das ist aber auch sicherer“, betont Andreas Pichler.

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