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BEZIRK KIRCHDORF. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Gesundheits- und Soziale Dienste sind. Auch die Pflegeberufe rückten ein Stück weit mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Menschen, die sich freiwillig oder beruflich in diesem Bereich engagieren, haben dabei eines gemeinsam: Sie wollen etwas Sinnvolles tun.

  1 / 3   Sich um andere Menschen zu kümmern, gibt vielen das Gefühl, ihre Zeit sinnvoll zu verbringen. (Foto: Photographee.eu/Shutterstock.com)

Ein Blick auf die Angebote des Sozialhilfeverbandes (SHV) Kirchdorf, den Verband aller Gemeinden des Bezirkes Kirchdorf, zeigt, wie facettenreich die sozialen Dienste aufgestellt sind: Neben dem Betrieb der vier Bezirksalten- und Pflegeheime in Kirchdorf, Kremsmünster, Micheldorf und Windischgarsten decken auch die Angebote im Rahmen der Mobilen Dienste, Sozialhilfe und der Sozialberatungsstellen viele Bereiche ab. „Der Sozialhilfeverband Kirchdorf ist die Drehscheibe und Koordinierungsstelle für die sozialen Angebote im Bezirk“, erklärt Elisabeth Leitner, Bezirkshauptfrau und Obfrau des SHV Kirchdorf.

Mobil vor stationär

„Der Großteil der Pflege passiert allerdings zuhause und nicht im öffentlichen Bereich. Die pflegenden Angehörigen machen einen enormen Teil aus“, weiß Christoph Schranz, Leiter der SHV-Geschäftsstelle Kirchdorf. Denn je mehr pflegende Angehörige es gibt, desto länger können die zu pflegenden Personen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. „Mit Zusatzangeboten und Hilfen vom Sozialhilfeverband, wie den Mobilen Diensten, versuchen wir, diese zu unterstützen“, ergänzt Leitner.

Hilfe für zuhause

Die Mobilen Dienste werden vom SHV Kirchdorf über vier Organisationen angeboten: das Hilfswerk, die Volkshilfe, die Caritas und das Rote Kreuz. Letztere werden von Pflegedienstleiterin Doris Weidinger koordiniert. „Die ambulante Pflege als Berufsbild ist in der Öffentlichkeit oft wenig präsent. Manche haben vielleicht auch eine falsche Meinung vom ambulanten Pflegesetting“, meint die Rosenauerin, die seit 2010 die Pflegedienstleitung des Roten Kreuzes im Sprengel Kirchdorf inne hat. „Diese falsche Meinung ändert sich aber schnell, wenn meine Mitarbeiter vor Ort sind und die Angehörigen und Klienten sehen, wie fachlich kompetent agiert wird.“ Gerade auch hinsichtlich des nach wie vor anhaltenden Fachkräftemangels in der Pflege sei laut Weidinger das Aufzeigen der positiven und schönen Seiten wichtig. „Es gibt so viele verschiedene Ausbildungsberufe in der Pflege mit diversen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die den Pflegeberuf zu einem absoluten Traumberuf werden lassen. Zudem bekommt man viel positives Feedback und kann miterleben, wie unser Tun das Leben eines anderen Menschen verbessert“, betont die Pflegedienstleiterin.

Freiwilliges Engagement

Neben den Mitarbeitern der Mobilen Dienste bilden auch die Freiwilligen eine tragende Säule. „Freiwillige Mitarbeiter entlasten das Pflegepersonal sowie die pflegenden Angehörigen“, betont Leitner. Warum sich Menschen in ihrer Freizeit um andere Personen kümmern, weiß Monika Felbermayr. Sie koordiniert die Arbeit der rund 150 freiwilligen Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Bezirk. „Im freiwilligen Bereich besteht eine intensive Beziehung zwischen den Klienten und den Mitarbeitern. Dies zeigte sich auch während der Corona-Pandemie: Selbst Mitarbeiter, die zur Hochrisikogruppe gehörten, ließen es sich nicht nehmen, ihren freiwilligen Dienst zu verrichten. Das hat mich tief berührt“, erzählt Felbermayr und betont: „Freiwillige und berufliche Mitarbeiter ergänzen sich, tauschen sich aus und helfen zusammen, um das Beste für die Klienten zu erreichen.“ Im Netzwerk der Hilfe werden die professionellen und beruflichen Sparten mit den freiwilligen Sparten des Roten Kreuzes vereint. „Damit betrachten wir den Menschen in seiner gesamten Lebenssituation“, so Felbermayr und Weidinger.

Wer sich freiwillig engagieren möchte, kann sich entweder beim SHV Kirchdorf, direkt bei den Alten- und Pflegeheimen oder den vier Organisationen Rotes Kreuz, Hilfswerk, Volkshilfe und Caritas melden.


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