Die Bürger des Bezirkes Kirchdorf sind auf vielseitigste Weise mit der Region verbunden

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Sophie Kepplinger Tips Redaktion Sophie Kepplinger, 01.09.2021 07:48 Uhr

BEZIRK KIRCHDORF. Je stärker sich die Menschen mit ihrer Region verbunden fühlen, desto eher bleiben und engagieren sie sich in ihrer Gemeinde. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die örtliche Entwicklung, sondern auch auf die gesamte regionale Wirtschaft, den Tourismus und damit nicht zuletzt die Lebensqualität.

Die beiden LEADER Vereine Nationalpark Oö. Kalkalpen und Traunviertler Alpenvorland beschäftigen sich derzeit mit dem Thema „Regionale Identität“. Dabei gehen sie Fragen wie „Was macht unsere Region aus?“ und „Was verbinden die Bürger im Bezirk Kirchdorf mit ihr?“ auf den Grund. Eine erste Erkenntnis? Regionale Identität ist vielseitig. Sie ist von Ort zu Ort und von Generation zu Generation unterschiedlich.

Von Wilderern, Tälern und dem Nationalpark Kalkalpen

Auf der Suche nach Antworten befragte Theresa Jell, Studentin der Universität Wien, gemeinsam mit Kolleginnen im Auftrag der beiden LEADER Vereine insgesamt 230 Bürger aus fünf Gemeinden und unterschiedlichen Bezirken – darunter auch Einwohner von Steinbach an der Steyr. Laut Meinung der Befragten im Alter von 17 bis über 75 Jahren zeichne die Region vor allem die charakteristische Landschaft und Natur, die Geschichte und der Nationalpark Kalkalpen aus. „Identitätsstiftende Merkmale der Region sind zum Beispiel im Steyrtal die Maultrommeln und die Eisenstraße oder im Raum Kirchdorf das charakteristische Landschaftsbild des oberen Kremstales“, sagt Felix Fößleitner von der LEADER Region Nationalpark Oö. Kalkalpen. Im Stodertal ruft für viele das Bergpanorama mit dem Großen Priel ein Heimatgefühl hervor und gebietsübergreifend vom Steyrtal bis ins Garstnertal zeichne unter anderem die Geschichte der Wilderer die Region aus – ebenso wie der Nationalpark Kalkalpen. „Wir haben es im Bezirk Kirchdorf mit verschiedensten Identitäten zu tun, allein wegen der vielseitigen Landschaft mit den einzelnen Talschaften“, sagt Josef Wolfthaler von der LEADER Region Traunviertler Alpenvorland. Die große Frage sei dabei, wie die unterschiedlichen Identitäten genutzt werden können, um einen Mehrwert für die gesamte Region schaffen zu können. „Vor allem in der Wirtschaft kann es von Nutzen sein, wenn sich die Betriebe in einem Tal vernetzen und auf die regionalen Besonderheiten fokussieren, um Fachkräfte anzusprechen“, gibt sich Fößleitner überzeugt.

Tourismus: Region nach außen hin widerspiegeln

Wichtig sei die Frage nach der regionalen Identität auch für die Tourismusverbände, da sie die Region nach außen hin repräsentieren und mit den besonderen Merkmalen des Gebiets Besucher anlocken. Eva Pötzl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Steyr und die Nationalpark Region, sieht sich dabei allerdings mit Schwierigkeiten konfrontiert: „Unser Tourismusgebiet erstreckt sich über drei Täler und den Großraum Steyr – hier von einer regionalen Identität im Verbandsgebiet zu sprechen wäre vermessen. Allerdings gibt es eine starke Identität zu den Teilregionen wie Ennstal, Steyrtal, Kremstal und der Stadt Steyr, die vielfach historisch geprägt ist.“ Auch der Tourismusverband Pyhrn Priel beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema: „Wir beschäftigen uns mit diesem Themenbereich vor allem im Hinblick auf unsere Gäste, denen wir möglichst authentische Erlebnisse mit einem starken regionalen Bezug bieten möchten und die auch aktiv von den Besuchern eingefordert werden. Zum anderen aber auch mit Fokus auf unsere Mitgliedsbetriebe sowie die Vereine und Einheimischen. Ihre Angebote gilt es, in den Vordergrund zu stellen und zu kommunizieren“, sagt Geschäftsführerin Marie-Louise Schnurpfeil.

Identitäten kartografieren

Im Hinblick auf die Arbeit der beiden LEADER Vereine sollen nun in einem nächsten Schritt die verschiedenen Identitäten in einer Karte dargestellt werden. „Dazu gab es schon Gespräche mit einem Kartografen“, sagt Fößleitner. In weiterer Folge wollen die beiden LAG-Manager bei einem runden Tisch die Ergebnisse mit den Interessenvertretern der Region besprechen, um „gemeinsame Identitätsanker“ bestmöglich zu nutzen.

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