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MICHELDORF IN OÖ/SPITAL AM PYHRN. Inspiration, Freiheit und Lebensenergie – das will der junge Schlagzeuger Paul Stöckler aus Micheldorf mit seinem neuesten Musikvideo zeigen. Gedreht wurde es vor einer herrlichen Bergkulisse auf der Wurzeralm. Im Gespräch mit Tips erzählt der 19-Jährige von den Dreh-Vorbereitungen und seinen Zukunftsplänen.

  1 / 2   Der Micheldorfer Paul Stöckler besuchte vier Jahre lang die Musikmittelschule Kirchdorf und hat dort in der Schulband sowie im Schloss Neupernstein in verschiedensten Bands gespielt. (Foto: Sebastian Allmer)

Tips:Kürzlich ist dein neues Musikvideo zu dem Lied „Ode To The Sun“ von der Band Dredg erschienen. Wie kam es überhaupt dazu?

Paul Stöckler: Ende April habe ich mein erstes, selbstgeschriebenes Klavierstück „Separate Ways“ herausgebracht. Das Feedback zu dem damaligen Musikvideo war so gut, dass ich dann auch unbedingt ein Projekt mit meinem Schlagzeug angehen wollte. Viele, bis auf meine engsten Freunde, wissen gar nicht, dass ich schon seit meiner Kindheit Schlagzeug spiele.

Tips:Das Video wurde auf der Wurzeralm gedreht, vor der Bergkulisse des Toten Gebirges. War das gleich von Anfang an der Plan?

Stöckler: Ich wollte etwas Außergewöhnliches machen, kein 08/15-Video in der Garage oder im Zimmer. Es sollte ein cooles Drum-Cover, das sich die Leute auch anschauen, werden. Da ist mir direkt eingefallen, am Berg zu spielen und die Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen zu fragen.

Tips:Wie lange haben die Vorbereitungen für den Dreh gedauert?

Stöckler: Die Vorbereitung und Organisation war extrem viel Arbeit. Angefangen hat es mit einer E-Mail an die Marketingabteilung der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Darin habe ich von meinem Projekt erzählt. Nach vielen Telefonaten und Gesprächen mit den Grundeigentümern konnten mein Filmkollege Sebastian Allmer und ich alle Beteiligten schlussendlich vom Projekt überzeugen.

Tips:So ein Schlagzeug ist ja nicht gerade leicht zu transportieren. Wie habt ihr es denn auf den Berg hochgebracht?

Stöckler: Sebastian und ich sind mit meinem Audi A3 im zweiten Gang die Schotterstraße hoch auf die Wurzeralm gefahren. Gregor Kunter von der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG ist mit seinem Geländewagen voraus und hat die Schranken geöffnet. Wir sind mit meinem vollgestopften Auto hinterher – es hat gestaubt und genebelt, das war schon extrem spannend und witzig. Bei Traumwetter haben wir dann oben alles aufgebaut und gewartet, bis die Sonne untergeht.

Tips:Wie viele Personen waren an dem Dreh beteiligt?

Stöckler: Ohne meinen Filmkollegen Sebastian Allmer hätte ich da oben alleine Schlagzeug gespielt – ohne Video. Wir haben uns über Instagram kennengelernt. Er macht extrem coole Fotos und Videos. Da dachte ich mir gleich: Den brauche ich für mein Projekt. Als ich ihn angeschrieben habe, war er direkt motiviert dafür. Mittlerweile sind wir auch richtig gute Freunde.

Tips:Wie hat es sich angefühlt, mitten in den Bergen zu spielen?

Stöckler: Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hatte mir nicht gedacht, dass es wirklich hinhaut. Als ich dann da oben saß – das Freiheitsgefühl, die Kulisse und das Lied dazu –, war es eine krasse Stimmung. So genial.

Tips:Worauf musstet ihr beim Videodreh im Freien achten? Gab es neugierige Wanderer?

Stöckler: Als wir oben alles ausgeräumt haben, haben uns viele gefragt, wer wir denn sind. Ich glaube, die dachten, wir sind total berühmt. (lacht) Beim Licht haben wir darauf geachtet, dass wir kurz vor Sonnenuntergang mit den Luftaufnahmen beginnen.

Tips:Das Video ist auf YouTube gut besucht. Wie sind die Rückmeldungen?

Stöckler: Mittlerweile bin ich sogar mit der Band in Kontakt und ich habe die Urheberrechte an dem Video bekommen. Sie wollen sogar einmal vorbeikommen und sich ansehen, wo ich das Drum-Cover gespielt habe.


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