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STEINBACH AN DER STEYR. Ein Leserbrief von Herbert Bohmayr erreichte kürzlich die Tips Redaktion.

Senden Sie Ihren Leserbrief an: redaktion-kirchdorf@tips.at oder per Post an „Tips“, Simon-Redtenbacher Platz 9, 4560 Kirchdorf (Foto: Cineberg/Shutterstock.com)

„Ein Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger. Ein Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen. Ein Medikamentenvertreter verkauft Medikamente. Ein Volksvertreter verkauft ...? Nun was aber verkauft ein Volksvertreter wirklich? Verkauft er das Volk oder sich selbst? Ich hoffe, wir verstehen uns, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Allen Vertretern gemein ist die Vermarktungsstrategie: Prospekte, Plakate, Persönlichkeiten, Slogans und vielleicht eine Farbe, die im Namen der Marke das Vertrauen der Konsumenten erreichen will. Die Vertreter werden in betriebseigenen Akademien speziell für das Verkaufsgespräch geschult, um den Kunden so überzeugend wie möglich gegenüber zu treten. Wichtig ist für sie und ihre Provision das Kreuzerl am Vertrag oder am Wahlzettel, der Rest nimmt seinen eigenen Lauf.

So weit, so gut. Als Kunde oder Konsument erhalte ich also ein Produkt oder eine Leistung, die mir helfen soll. Bin ich als Konsument zufrieden, werde ich diese empfehlenswerte Marke beibehalten und immer wieder wählen. Für den Fall, dass es Probleme mit dem gewählten Produkt gibt und ich mich abgezockt fühl, erwarte ich mir in meiner Umgebung einen Agenten des Konzerns, der sich für meine Anliegen an höherer Stelle stark macht. Hält mich so eine Firma für zu nichtig, um mir zuzuhören, wähle ich in Zukunft einen anderen Anbieter, der meine Sorgen ernst nimmt und meinen Standpunkt vertritt.

Im Falle des schlechten Staubsaugers kann ich mir mit einen feuchten Fetzen abhelfen, beim schlechten Vertreter genügt hoffentlich ein Beschwerdebrief, um ihn aufzuwecken.“

von Herbert Bohmayr aus Steinbach an der Steyr

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken.


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