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BEZIRK KIRCHDORF/OÖ. Corona-Pandemie, zwei Beinahe-Blackouts 2021 und Krieg in Europa: Die heile Welt bekommt Risse. Viele sorgen sich momentan um die Versorgungssicherheit. Tips sprach mit Zivilschutz-Bezirksleiter Dieter Goppold über die derzeitige Lage.

Zivilschutz-Bezirksleiter Dieter Goppold (Foto: Sophie Kepplinger)
Zivilschutz-Bezirksleiter Dieter Goppold (Foto: Sophie Kepplinger)

„Vorsorge ist immer gut. Wer sich vorbereitet, braucht keine Angst oder Panik zu haben“, sagt Dieter Goppold. Ein ausreichender Lebensmittel-Notvorrat gilt dabei als Basis eines krisenfesten Haushaltes. „Rund 14 Tage sollte man ohne Strom und Wasser auskommen, also autark leben können“, so Goppold. Dafür ist ein Vorrat an Lebensmitteln, die mindestens ein Jahr haltbar sind, ebenso notwendig wie ein Getränkevorrat, technische Hilfsmittel und Medikamente.

Stresstest im Haushalt

Eine routinemäßige Kontrolle und der gegebenenfalls notwendige Austausch der Produkte können etwa im Rahmen des „Stresstests im Haushalt“ am 1. Samstag im Oktober, dem Zivilschutztag erfolgen. An diesem Tag ertönen auch die Zivilschutz-Sirenensignale in einem Probealarm.

Die Angst vor einem atomaren Zwischenfall

Neben dem Thema Blackout ist aktuell auch die Angst vor einem atomaren Zwischenfall im Zuge des Ukraine-Kriegs spürbar. Dieter Goppold schätzt das Blackout-Thema allerdings höher ein, „wenngleich man das Thema Strahlenschutz nicht aus den Augen verliert sollte.“ Laut Goppold schade es nicht, Kaliumjodidtabletten im Sinne einer vollständigen Hausapotheke zu Hause zu haben. Generell gilt aber, dass die Tabletten erst auf Anordnung der Behörden einzunehmen sind.

Notfallpläne in Ausarbeitung

Der OÖ Zivilschutzverband, das Land OÖ und die Katastrophenschutzbehörden haben landesweite Notfallpläne erarbeitet, sollte es etwa zu einem Blackout kommen. Diese Pläne werden aktuell finalisiert und in Folge den Gemeinden zur Verfügung gestellt.


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