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BEZIRK KIRCHDORF. Seit 1993 findet jährlich der Weltwassertag am 22. März statt. Heuer steht er unter dem Motto: „Grundwasser – Machen wir das Unsichtbare sichtbar“. Die Landwirte gehen bei der Bewirtschaftung ihrer Wiesen und Felder sorgsam um und erhalten damit die Qualität des Wassers.

Bauernbund-Bezirksobmann BBKO Andreas Ehrenhuber aus Oberschließbach weiß das Wasser zu schätzen. (Foto: privat)

Die Landwirte bewirtschaften ihren Grund und Boden verantwortungsvoll. Die flächengebundene Landwirtschaft ist in Österreich gesetzlich verankert. Das heißt, der aktuell auf dem Feld wachsenden Kultur dürfen nur so viele Nährstoffe zugeführt werden, als sie zum Wachsen benötigt. „Die sorgfältige Bewirtschaftung durch die bäuerlichen Familienbetriebe garantiert unter anderem die Spitzen-Qualität unseres Grundwassers. Eine angepasste Düngung kombiniert mit der richtigen Fruchtfolge sorgt einerseits für gute Ernten, andererseits entspricht diese Wirtschaftsweise dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken“, erklärt Bauernbund-Bezirksobmann Andreas Ehrenhuber.

Nitratrichtlinie schützt Wasser

Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten sind für die Umsetzung der Nitratrichtlinie zuständig. Sie sind verpflichtet, eigene Nitrat-Aktionsprogramme zu schaffen, um so das Wasser vor einem vermehrten Nitrateintrag zu schützen. Regelmäßige Untersuchungen mit hohen Kontrollstandards gewährleisten die Qualität des Wassers. Für Nitrat in Trinkwasser gilt ein Parameterwert von 50 mg/l. „Das Vorkommen von Nitrat im Trinkwasser ist für den Menschen relativ unbedenklich. Nitrat ist eine Stickstoffverbindung, wichtig für das Wachstum und folglich auch für den Ertrag landwirtschaftlicher Kulturpflanzen“, heißt es seitens des Bauernbundes.

„Der Schutz der natürlichen Ressourcen liegt den Landwirten am Herzen“

Durch den Anbau von Zwischenfrüchten im Herbst wird ein Teil des Stickstoffes dem Boden entzogen und in der organischen Substanz gespeichert. Im Frühjahr kann dieser dann wieder durch den Prozess der Rotte und Mineralisierung den Kulturpflanzen zur Verfügung gestellt werden. Einer Auswaschung des Nitrates kann so maßgeblich vorgebeugt werden. „Österreichs Landwirte arbeiten im Einklang mit der Natur. Der Schutz der natürlichen Ressourcen, zu denen auch das Wasser gehört, liegt ihnen am Herzen“, ergänzt Bauernbundobmann Andreas Ehrenhuber.

Österreich ist ein Wasserland

Österreich verfügt über ein jährliches nutzbares Wasser von ~ 76,4 km³ (=Milliarden Kubikmeter). Genutzt werden jedes Jahr in etwa ~ 2,2 km³. Das entspricht rund drei Prozent der pro Jahr verfügbaren Menge. Im Durchschnitt verbraucht jeder Österreicher ca. 130 Liter Wasser pro Tag, wobei rund 90 Prozent der Bevölkerung ihr Trinkwasser aus zentralen Versorgungsanlagen beziehen. Der Rest erhält sein Wasser aus Hausbrunnen und Quellen.


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