Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GRÜNBURG. Mit Leidenschaft und Überzeugung betreiben Christine und Mathias Rohrauer den Biohof Lurfgut in Leonstein. Egal ob beim Schnapsbrennen oder der Milchverarbeitung: Das Endprodukt muss für die beiden „zu einhundert Prozent passen“.

Mathias, Franziska, Theresa und Christine Rohrauer Foto: Markus Kohlmayr
  1 / 2   Mathias, Franziska, Theresa und Christine Rohrauer Foto: Markus Kohlmayr

2017 erfüllten sich Christine und Mathias Rohrauer mit dem Kauf des Lurfgutes in der Pernzell in Leonstein (Gemeinde Grünburg) ihren Lebenstraum. Ursprünglich wollten die beiden mit ihren Kindern Theresa und Franziska ein kleines Sacherl beziehen – geworden ist es schlussendlich ein etwa 35 Hektar großer Betrieb mit 30 Milchkühen. Die gebürtige Vorderstoderin und der gebürtige Mollner verarbeiten am Biohof Lurfgut die Milch zu Butter, Joghurt, Frisch-, Weich- und Schnittkäse im Vollerwerb.

„Für uns war immer am wichtigsten, so viel Zeit wie möglich mit unseren Kindern verbringen zu können. Und was gibt es für Kinder Schöneres, als auf einem Bauernhof mit Tieren und Natur aufwachsen zu können“, sagt Christine Rohrauer.

Die eigenen Werte an die Kinder vermitteln

Der dreijährigen Franziska und der fünfjährigen Theresa das Wissen zu vermitteln, wie und aus welchen Schätzen der Natur hochwertige Lebensmittel gewonnen werden können, ist den beiden ein großes Anliegen. „Wir wollen den Kindern zeigen, woher die Lebensmittel kommen und wie viel Arbeit darin steckt. Es ist erschreckend, wie viele Kinder gar nicht wissen, woher beispielsweise die Milch kommt“, betont die 31-Jährige.

Ehrlich, herzlich, Lurfgut

Unter dem Motto „Ehrlich, herzlich, Lurfgut“ starteten die Rohrauers mit der Direktvermarktung ihrer Produkte. Dabei liege der Fokus vor allem auf Regionalität und Qualität: „Uns ist Regionalität sehr wichtig. Es kommen beispielsweise nur oberösterreichische Früchte ins Joghurt. Egal ob Erdbeere, Kirsche oder Marille, alle werden von uns ohne jegliche chemische Zusätze selbst verarbeitet. Das Endprodukt muss einfach zu einhundert Prozent passen“, so die beiden. Ihre Süßrahm-Butter, Mager-Joghurts, Mager-Joghurt-Bällchen, Joghurt-Salatdressings, Frischkäse und Camembert sind mittlerweile in etwa 20 Geschäften, bei mehreren Gastronomiebetrieben sowie im eigenen Onlineshop zu finden. „Hofladen haben wir keinen, da kämen wir vor Tratschen und Kaffeetrinken nicht mehr zur Arbeit“, sagt die 31-Jährige lachend.

Herstellung von Käse

Zukünftig wollen die Rohrauers die Herstellung von Käse weiter forcieren. „Da gibt es fast niemanden mehr in der Region, der das selber am Hof macht“, so Christine Rohrauer, die dafür kürzlich erst ein Seminar besucht hat. „Die ganze Arbeit, die wir machen – das tut sich ja eigentlich kein normaler Mensch an“, sagt ihr Mann Mathias lachend, „aber es taugt uns einfach.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden