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SPITAL. Zwölf Alpakas leben am Hof von Susanne Pernkopf in Spital am Pyhrn. Die 44-Jährige verarbeitet die Wolle der Tiere unter anderem zu Polstern, Röcken und Strickwaren. Tips sprach mit der Spitalerin über ihre Verbundenheit zu den Tieren und ihre Zukunftsvisionen.

Für Susanne Pernkopf waren Tiere immer schon ein wichtiger Teil ihres Lebens. Foto: Sophie Kepplinger

Tips: Derzeit leben zwölf Alpakas auf eurem Hof. Wie ist es dazu gekommen – und warum genau Alpakas?

Susanne Pernkopf: Nachdem wir den Hof von meinen Eltern übernommen haben, war die Frage, in welche Richtung es gehen soll. Ursprünglich kamen uns Hochlandrinder in den Sinn, bis uns dann mein Papa auf die Idee gebracht hat, uns doch mal Alpakas anzusehen. Als wir uns dann welche angesehen haben, war gleich klar: Das passt. Wichtig dabei ist uns nach wie vor, aufzuzeigen, dass man auch aus einem kleinen, im Nebenerwerb geführten Betrieb sehr wohl auch etwas Wertschätzendes verwirklichen kann.

Tips: Was ist für dich das Besondere an Alpakas?

Pernkopf: Alpakas sind sehr ruhige Tiere und haben eine tolle Ausstrahlung.

Tips: Was waren die Herausforderungen in der Corona-Zeit?

Pernkopf: Ich muss ehrlich sagen: Ich habe die Zeit genossen. In der Corona-Zeit habe ich mich viel intensiver mit den Tieren beschäftigen können. Da sind auch viele Ideen für mögliche Produkte entstanden.

Tips: Zu welchen Produkten wird die Wolle denn verarbeitet?

Pernkopf: Wir konzentrieren uns auf die Wollproduktion und -verarbeitung. Die Vorreinigung, das Waschen und Trocknen der Wolle mache ich selbst. Erst dann schicke ich sie zur Verarbeitung weiter. Einige Produkte wie die Stirnbänder oder Hauben mache ich selbst.

Tips: Wo erhält man die Produkte?

Pernkopf: Durch die Corona-Zeit gab es leider noch keine Möglichkeit, die Produkte bei Advent- oder Handwerksmärkten zu präsentieren. Derzeit sind wir aber dabei, einen Hofladen aufzubauen.

Tips: Alpakawanderungen bietet ihr keine an. Warum eigentlich?

Pernkopf: Ich bin kein Fan von Alpakawanderungen. Die Tiere lieben es, gemeinsam auf der Weide zu sein und gehen oft einfach nicht gern spazieren – da möchte ich sie absolut nicht dazu zwingen.

Tips: Was wünscht du dir für die Zukunft?

Pernkopf: Mein Wunsch wäre schon, den Hof einmal Vollzeit zu betreiben. Auch arbeite ich sehr gerne mit Menschen zusammen und würde die Arbeit mit Mensch und Tier gerne in eine Einheit bringen. Der Slogan dafür steht bereits: „Tier-Natur-Du“.


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Veronika U.
Veronika U.
17.09.2023 18:10

Alpaka Wanderung - nein danke

Ich habe seit ich das erste Mal von dieser "so beruhigenden" Freizeitbeschäftigung gehört habe, mir gedacht: Spazieren gehen kann ich doch auch ohne pelzigem Begleiter, der noch dazu sicherlich nicht "scharf drauf" ist, mit einem (oftmals) ignoranten unempathischen Stadtmenschen (oder tierfremden Landmenschen) durch die Wälder und Wiesen zu latschen. Ich beglückwünsche Frau Pernkopf zu ihrer mutigen Einstellung, die sie hervorragend vertritt. Und mich in meinem Gefühl bestärkt hat, dass diese Wanderungen sehr konträr zu den Bedürfnissen der Tiere sind.


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