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MICHELDORF IN OÖ. Seit 27 Jahren werden im Ortsteil „Schön“ in Micheldorf Menschen mit kognitiven und Mehrfachbeeinträchtigungen betreut und begleitet. Doch die gemeinnützige Dienstleistungsorganisation „Schön für besondere Menschen“ bietet nicht nur ihren Kunden die vielfältigsten Angebote, der Kreuzbichlhof steht auch für Gäste offen. Hier wird Inklusion gelebt.

  1 / 5   V. l.: Architekt Hans Brunbauer, Helga Loimayr von der GSI Vereinsleitung, Schön-Kundin Andrea F., agogische Leiterin Tatjana Wojakow, Schön-Kunde Walter S., Landtagsabgeordneter Christian Dörfel, Bürgermeister Horst Hufnagl, Schön-Kundin Brigitte N. und Schön-Geschäftsführer Thomas Weixlbaumer beim Spatenstich für das neue Wohngebäude (Foto: B. Schröckenfuchs)

In fünf Wohngemeinschaften mit jeweils acht oder neun Kunden wohnen insgesamt rund 45 Menschen im Kreuzbichlhof. Die meisten von ihnen gehen an den Wochentagen Tätigkeiten im Rahmen einer fähigkeitsorientierten Aktivität in unterschiedlichen Werkstätten nach. Außerdem besuchen noch weitere Kunden die Tagesstruktur in Schön.

Ein vielseitiges, engagiertes Team, darunter auch Zivildiener und junge Menschen im Freiwilligen Sozialen- oder Umweltjahr, ist für die Kunden in Schön da. Immer mehr junge Erwachsene entscheiden sich auch für eine Ausbildung, mit der sie als spezialisierte Sozialbetreuer in Schön eine anspruchsvolle und persönlich bereichernde Aufgabe übernehmen können. Aber auch Umsteiger oder Quereinsteiger sind im Team willkommen. Interessierte können an einem Tag der offenen Tür am Freitag, 24. Juni, mehr über die Arbeitsmöglichkeiten in Schön erfahren.

Mehr Raum für eine gute Lebensqualität

Mit dem Spatenstich zum Bau eines neuen, modernen Gebäudes wurde jetzt ein wichtiger Schritt gesetzt, um die Wohnmöglichkeiten in Schön zu erweitern. Zwei neue Wohnungen mit Zimmern, die jeweils mit einem Sanitärbereich ausgestattet sind, einem Gemeinschafts-Pflegebad und Gemeinschaftsräumen für Kochen, Essen und Wohnen werden errichtet. Ein großer südseitig ausgerichteter Balkon für jede Wohngemeinschaft erweitert jeweils den Wohnbereich. Im sogenannten „Krämergütl“ werden die bestehende WG Kakadu und eine weitere, neue WG einziehen.

Die Vorfreude ist groß und beim offiziellen Spatenstich nahmen gleich einige Schön-Kunden mit viel Spaß an der Sache teil. Wie sich die Baustelle nun täglich weiterentwickelt, wird mit Spannung beobachtet. Nach einer langen Zeit, in der wegen der Pandemie-Sicherheitsmaßnahmen nur ganz wenige, genau geplante Besuche möglich waren, ist die Freude über die Öffnungsschritte groß.

Wer nach Schön kommt, dem wird viel geboten

Vielfältige Angebote bieten Besuchern die Möglichkeit, in die Schön zu kommen. Fast immer gibt es dabei interessante zwischenmenschliche Begegnungen, die auch Beiträge zur Inklusion beeinträchtigter Menschen in die Gesellschaft sind.

Kulinarisches für Genießer

Das integrativ geführte Restaurant „schön&gut“, das zu verschiedenen thematisch gestalteten Kulinarien einlädt, das aber auch für private oder Firmenfeiern gebucht werden kann, modern ausgestattete Seminarräume und Freizeitangebote, wie ein gepflegter Minigolfplatz oder ein Campingplatz für Dauercamper, sind wertvolle sozialwirtschaftliche Zweige, über die sich das Haus für Gäste öffnet. Seit einigen Jahren lockt auch der fein gefüllte Picknickkorb des Restaurants Familien und andere Gruppen zum genussvollen Verweilen im Grünen. Barrierefreie Wege, die sich durch das Gelände ziehen, führen zu schönen Plätzen mit wunderbaren Aussichten.

Es wächst und blüht

In Kooperation mit dem Schwesterunternehmen HHG wurden in den vergangenen Jahren Angebote für Garten- und Grabpflege etabliert, auch Pflanzen, die im Rahmen der Kooperation zum Teil in der „Grünen“ Werkstatt von Schön gezogen werden, können erworben werden. Mit einer Edition ausgewählter oberösterreichischer Lebensmittel, die Etiketten mit Werken von beeinträchtigten Menschen tragen, bietet die Schwester HHG auch Geschenke mit einem sozialen Mehrwert. Die Edition KULTURFORMEN ist mittlerweile über die Region hinaus bekannt.

Kreativität freien Lauf lassen

Seit es „die Schön“ gibt, spielt Kunst eine wichtige Rolle. Wer nach Schön kommt, nimmt das deutlich wahr. Im Atelier der Kunsthalle findet einerseits Unterricht in verschiedenen Fächern der Landesmusikschule statt, andererseits werden hier im Rahmen von durch Künstler geleiteten Workshops auch Werke für konkrete Projekte und Ausstellungen geschaffen. In „Schön“ – besser passend könnte kein anderer Name sein – freuen sich Kunden und Mitarbeiter über Besucher.

Mehr Informationen zum Angebot der Organisation unter www.schoen-menschen.at

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