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Immer der Krems entlang: Schüler durchstreiften den Fluss

Susanne Winter, MA, 19.06.2023 10:29

KREMSMÜNSTER. Mehr als 60 Schüler der Volksschule Kremsmünster machten sich auf den Weg, um die Krems zu entdecken. Der gesamte erste Jahrgang, dazu zählen unter anderen eine Vorschul-, eine Deutschförder- und eine Integrationsklasse, brach auf, um etappenweise das Gemeindegebiet von der Krift bis nach Achleiten zu durchstreifen.

Krems bei der Fasangartenbrücke (Foto: Kristöfl)
Krems bei der Fasangartenbrücke (Foto: Kristöfl)

An acht Tagen erkundeten die Kinder gehend den Flussverlauf. So beobachteten, sammelten und entdeckten die Siebenjährigen diesen besonderen Lebensraum. Im erspürten, sinnlichen Kontakt machten sie sich mit der Krems vertraut. Dabei begleitete ein Team aus heimischen Experten und Kulturvermittlerinnen die Klassen.

Zurück in der Schule verarbeiteten sie ihre persönlichen Eindrücke und dokumentierten ihre Erlebnisse, indem sie eine große Landkarte von der Krems gestalteten. Die acht Bahnen entsprechen den einzelnen Exkursionen und ergeben ein buntes Gesamtbild, das nun die Aula der Schule schmückt.

„Dem Fluss folgen“, so heißt das Projekt offiziell, das der Kulturverein AUSSERDEM organisiert hat. Unterstützt wird es aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung im Rahmen der Aktion „culture connected“.

Alle gemeinsam erreichten dabei die wichtigsten Ziele einer zeitgemäßen Natur- und Kulturvermittlung: Und zwar Besuche von Objekten und Orten in Erlebnisse zu verwandeln und eine emotionale Verbindung herzustellen zwischen dem Gesehenen und den eigenen Erfahrungen.

Krems zeigte sich von ihrer besten Seite

Nach den langen Regentagen im Mai zeigte sich die Krems von ihrer besten Seite, so als ob sie das direkte Vorbild für die Zeilen aus einem alten Kinderbuch wäre: „Der Fluss glänzte und glibberte, er rauschte und strudelte, schwatzte und blubberte.“

In heimatkundlicher Manier lernten die Kinder kennen, was Kremsmünster den Namen und die Bedeutung gibt. Dazu aber auch noch eine tiefere Wahrheit, die jemand schon tausend Jahre vor der Gründung des Stiftes ganz woanders festgestellt hat: Nämlich, dass alles fließt und man nie zweimal in denselben Fluss steigen könne.


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